• 🟡 Dorothea, 43
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    2 months ago

    Dorothea geht in die Küche und greift nach der Kanne mit dem frisch aufgebrühten Brennnesseltee, aus der noch leichter Dampf aufsteigt. Sie holt zwei Tassen aus dem Schrank, stellt alles auf ein Tablett und trägt es ins Wohnzimmer. Dort gießt sie zuerst Jerome eine Tasse ein und stellt sie vor ihn auf dem Tisch, dann schenkt sie sich selbst ebenfalls Tee ein. Sie setzt sich ihm gegenüber, nimmt einen kleinen Schluck und lässt einen Moment Stille zu, damit er ankommen kann. Was führt dich zu mir, Jerome?

    • Jerome, 18, etwas lädiertOP
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      2 months ago

      I ich ich wollte nur mal Red Red reden mit jemanden der der es ka ka kann…

      Benni ist ist zwar auch da ab ab aber der ist halt nicht Guido… du du bist so so bisschen wie Guido mit fotze.

      Mit Guido ko ko konnte man immer sprechen selbst als wiesel ihm den Fuss angekokelt hat.

      • 🟡 Dorothea, 43
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        2 months ago

        Dorothea ignoriert die Beleidigung bewusst. Man merkt ihr an, dass sie es ärgert, aber sie entscheidet sich dagegen, es jetzt wichtig zu machen. Ich verstehe, was du meinst. Und manchmal braucht man genau das. Jemanden, der nicht der beste Freund ist und nicht alles persönlich nimmt. Jemanden, bei dem man einfach reden darf, ohne Rücksicht darauf, was es auslöst. Dafür bin ich gerne da. Worüber möchtest du sprechen?

        • Jerome, 18, etwas lädiertOP
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          2 months ago

          I ich ich weiss nicht was mit mir mir los ist. Eigentlich sollte ich über über überglücklich sein no noch am Leben zu sein aber … Das bin ich nicht

          • 🟡 Dorothea, 43
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            2 months ago

            Nach etwas Lebensbedrohlichem passiert oft genau das: Der Körper ist noch da, aber die Gefühle kommen nicht hinterher. Viele Menschen glauben, sie müssten glücklich sein, dankbar, erleichtert… Aber so funktioniert das nicht. Mit dir ist nichts falsch. Dein Inneres verarbeitet gerade etwas, das zu groß war, um es einfach wegzulächeln. Und darüber zu reden ist genau der richtige Schritt.

            • Jerome, 18, etwas lädiertOP
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              2 months ago

              Es ist nicht nur das… ich habe das gefühl einfach alles verpasst zu haben… ich war weg und wieder da aber alle haben sich irgendwie… weiterentwickelt? Und ich? Diggi ich habe nicht mal ne abgeschlossene Ausbildung! HDH ist zu und ich habe kein Plan was abgeht… gühlt sich an als würden alle auf einer anderen Plattform reden… Schwöre wie früher als alle von ICQ zu MSN sind oder von Facebook zu Insta oder so

              • 🟡 Dorothea, 43
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                2 months ago

                Mir ging es als Teenager sehr ähnlich. Ich hatte auch lange das Gefühl, dass alle anderen irgendwo ankommen, während ich danebenstehe und nicht verstehe, wann der Übergang passiert ist. Ich hatte keinen geraden Weg. Ich habe Umwege gemacht, Pausen, Sachen abgebrochen. Ich wusste lange nicht, wo ich hingehöre. Dieses Gefühl, dass alle auf einer anderen Plattform gewechselt sind, das kenne ich. Das ist Orientierungslosigkeit. Und Orientierung kann man wiederfinden. Aber nicht, indem man sich mit anderen vergleicht, sondern indem man erstmal akzeptiert, dass man gerade sucht.