Wie an jedem Morgen wartet Dorothea einen ruhigen Moment ab, bis das Stimmengewirr am Frühstückstisch etwas abebbt. Dann richtet sie sich auf und sieht in die Runde. Meine Lieben… heute steht unsere Abreise an. Ich möchte euch bitten, nach dem Frühstück eure Betten abzuziehen und die Bettwäsche in den Wäschewagen zu legen, der draußen stehen wird. Packt eure Koffer vollständig und schaut bitte noch einmal gründlich durch eure Zimmer. Kontrolliert, ob irgendwo noch Ladekabel in Steckdosen stecken, ob etwas unter dem Bett liegen geblieben ist oder noch Kleidung in den Schränken hängt.
Wenn eure Koffer gepackt sind, bringt ihr sie bitte zum Reisebus. Dort werden sie verstaut. Den Tag heute nutzen wir trotzdem noch gemeinsam. Wir fahren nach Dream World, einem großen Freizeitpark hier in Bangkok. Dort gibt es verschiedene Fahrgeschäfte, Shows und auch genügend Möglichkeiten, etwas Ordentliches zu essen. Ihr könnt den letzten Tag also noch einmal genießen.
Bevor wir losfahren, möchte ich aber schon einmal Danke sagen. Danke für diese gemeinsamen Tage, für eure Offenheit, eure Gespräche und auch für die vielen kleinen Momente dazwischen. Und natürlich ein großes Dankeschön an alle Kochgruppen, die sich jeden Tag um unser Essen gekümmert haben. Dorothea greift in ihre Tasche und holt einen neuen Stein hervor. Zum Abschluss möchte ich den Redestein noch einmal durch die Runde geben. Jede und jeder von euch darf kurz sagen, was er oder sie aus dieser Reise mitnimmt. Vielleicht eine Erfahrung, vielleicht eine Erkenntnis, vielleicht auch nur einen Gedanken. Ich fange an. Sie lächelt. Für mich war es besonders schön zu sehen, wie ihr miteinander gewachsen seid. Nicht immer ohne Reibung, aber mit viel Mut, euch aufeinander einzulassen. Und ich habe selbst gelernt, euch noch ein bisschen mehr zuzutrauen. Dann reicht sie den Stein weiter in die Runde.
Sepp kommt völlig übermüdet vom Flughafen bei den anderen an und nimmt den Redestein
Servus mitnand, nächsts Mal sagts ma bitte as richtige Land
Suzanne von Adlerhaiyn und gräflichem Falken ― ehemalige Pilotin in der MidlifecrisisDeutsch
4·1 month agoEs war ja nicht so, als hätten wir nicht auch dauernd Bangkok gesagt, das klingt halt wirklich anders als Taipeh.
Ich nehme das als Hinweis für die nächste Reiseplanung. Aber ich bin froh, dass du es trotzdem bis zu uns geschafft hast.
Äh… Hallo guckt sich um ob Bea nicht auch noch spawnt, dann müsste Michi Sepp Papa nennen …Sepp
schnappt sich den Stein Diggiiii, alllsooo ich kann in Bangkok echt mega gut pennen! Liegt Safe am Smog! Und ich habe gemerkt das manche Sachen manchmal anders sind als sie scheinen! Nicht immer sind es Aliens die einen entführen wenn man die Schrift nicht entziffern kann schaut zu Freddy und nicht immer sind Worte so gemeint wie man sie aufnimmt schaut zu Vanja und Stacy
B
B 🙂↕️
B
B!
Hä? Anni hat F immer noch nicht richtig verstanden.
Das verstehe ich auch nicht.
Anni hält Doro eine Sis-Faust hin
Dorothea sieht irritiert Annis Faust an.
Was B? Willst du mich beleidigen oder was?!
Diggi schau dich an🤣 du bist ne Beleidigung für die Menschheit da brauche ich nicht auch noch beleidigen
Stacy gibt Jerome einen Nackenklatscher. Halts Maul du Bastard!!
Is B ne Beleidigung?
Keine Ahnung?! Vielleicht wollte er Bitch abkürzen??
Danke dir. Das sind tatsächlich ziemlich wichtige Beobachtungen. Gerade das mit den Worten. Manchmal hören wir etwas und füllen den Rest selbst mit unseren Gedanken oder Gefühlen aus. Dann entstehen Missverständnisse, obwohl eigentlich niemand etwas Böses wollte. Und wenn du hier in Bangkok so gut schlafen konntest, dann hoffe ich sehr, dass du zu Hause auch Wege findest, deinem Körper diese Ruhe zu geben.
kommt mit nassen Haaren, nassem Affen aufm Kopf und Kratzern auf der Wange um die Ecke wäh um was gehts? …alter versucht mal zu duschen mit nem Affen der nicht vom Kopf runter will
Michi. Wegen des Affens… Den musst du heute loswerden.
Versuch ich jaaaa
Vielleicht sollten wir einen Zwischenstopp beim Veterinäramt oder sowas in der Art einlegen.
Danke für gestern vor allem! Ich habe noch eine Frage: hat jemand mein Meditationsbuch gesehen?
Das habe ich leider nicht gesehen. Hat es jemand von euch Dorothea sieht die Gruppe an. gesehen?
Ich hoffe das ist nicht weggekommen, ich habe das extra signieren lassen!
Oh, wow. Ich kann verstehen, dass du traurig wärst, wenn das Buch nicht wieder auftaucht. Aber ich bin mir sicher, dass wir es finden werden.
Danke Doro!
Maximilian greift nach dem Redestein. Also ich habe viel beobachtet und festgestellt, dass wir im Dorf alle wie eine große Familie sind ^inkl. den sich an Weihnachten daneben benehmenden Verwandtschaft^. Bangkok war toll aber ich freue mich auch wieder auf zuhause und auf mein eigenes Bett.
Das kann ich gut nachvollziehen. Reisen öffnet den Blick für vieles… aber es zeigt einem oft auch, wie schön es sein kann, wieder nach Hause zu kommen. Und ja… eine Familie ist nicht immer nur harmonisch. Manchmal gehört auch das ein oder andere chaotische Familienfest dazu. Umso wichtiger ist es, dass man am Ende trotzdem zusammenhält.
Suzanne von Adlerhaiyn und gräflichem Falken ― ehemalige Pilotin in der MidlifecrisisDeutsch
2·1 month ago^Was bin ich für ein Familienteil?^
Nach kurzem Überlegen was die Zukunft bringen könnte die junge Schwester einer Schwägerin.
Suzanne von Adlerhaiyn und gräflichem Falken ― ehemalige Pilotin in der MidlifecrisisDeutsch
2·1 month agoDas ist einfach eine junge Schwägerin … und ich bin immer noch älter als du.
Dann er stockt kurz eine alte Schwägerin.
Suzanne von Adlerhaiyn und gräflichem Falken ― ehemalige Pilotin in der MidlifecrisisDeutsch
2·1 month agoNormale oder Schwippschwägerin?
Schwägerin, und alleinstehend.
Suzanne von Adlerhaiyn und gräflichem Falken ― ehemalige Pilotin in der MidlifecrisisDeutsch
2·1 month agoAlso würde es die halbe Familie zerstören, wenn wir uns Küssen würden?
Suzanne von Adlerhaiyn und gräflichem Falken ― ehemalige Pilotin in der MidlifecrisisDeutsch
2·1 month agoBis auf das ganze Touristenprogramm, war es eigentlich wirklich ganz gut.
Das nehme ich als Kompliment. Manchmal gehört ein bisschen Touristenprogramm eben auch dazu, wenn man einen neuen Ort verstehen möchte.
Suzanne von Adlerhaiyn und gräflichem Falken ― ehemalige Pilotin in der MidlifecrisisDeutsch
2·1 month agoNein, du nimmst ihn dann nur so wahr, wie du ihn aus deiner eigenen Sicht verstehen würdest. Hättest du nichts vorbereitet, wir würden mehr von Thailand gelernt und weniger gesehen haben.
Ich verstehe, was du meinst. Aber ich finde es ehrlich gesagt auch ein bisschen schade, dass du es so kleinredest. Benni und ich haben uns wirklich viel Mühe gegeben, euch hier unterschiedliche Eindrücke zu ermöglichen. Natürlich ist eine Reise immer nur ein Ausschnitt. Aber zu sagen, wir hätten nichts gelernt, wird dem, was wir gemeinsam erlebt haben, nicht ganz gerecht. Kritik ist völlig in Ordnung. Aber ich wünsche mir, dass wir dabei auch sehen, was gelungen ist.
Suzanne von Adlerhaiyn und gräflichem Falken ― ehemalige Pilotin in der MidlifecrisisDeutsch
2·1 month agoWas hältst du den für gelungen?
Eine ganze Menge. Viele von euch haben es geschafft, zwei Wochen Abstand zu ihren Gewohnheiten zu bekommen. Ohne Alkohol, ohne andere Substanzen. Das ist für Menschen mit Suchtproblemen kein kleiner Schritt. Wir haben gemeinsam gekocht, Verantwortung übernommen, Konflikte ausgehalten und gelöst. Ihr habt euch mit einer anderen Kultur beschäftigt, euch bewegt, euren Körper gespürt und auch gelernt, mal zur Ruhe zu kommen. Und vor allem habt ihr erlebt, dass Gemeinschaft tragen kann. Dass man nicht allein durch schwierige Dinge gehen muss. Das halte ich für ziemlich gelungen.
Suzanne von Adlerhaiyn und gräflichem Falken ― ehemalige Pilotin in der MidlifecrisisDeutsch
2·1 month agoEs war eine Woche und davon hätte man auch alles im Hunsrück machen können.
Das steht dir natürlich frei, das so zu sehen. Die Reise war ein freiwilliges Angebot. Niemand musste daran teilnehmen. Und wenn du das Gefühl hast, dass dir so etwas nichts gibt, dann wäre es vielleicht tatsächlich sinnvoller, beim nächsten Mal in Hausen zu bleiben. Und dabei können wir es jetzt belassen. Dorothea lächelt bestimmt.
Anni nimmt den Stein. Also… Ich fand es eigentlich echt schön. Und ich hab tolle Sachen gesehen. Und ich war endlich mal im Dschungel, ich wollte schon immer mal in den Dschungel!
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass einige gar nicht wegen der Gruppe da sind. Sondern eher ihr eigenes Ding machen,. obwohl es dafür ja auch genügend freie Zeit gab. Das fand ich schade. Für mich hat es sich weniger nach Familie angefühlt, als vielmehr nach einem Transferbus vom Flughafen aus, der einen ganzen Schwung fremder Leute zufällig ins selbe Hotel absetzt, und da sind deine Freunde dabei, und halt auch völlig fremder Flodders, und dann sieht man sich halt zwischendurch zufällig. Das liegt aber nicht an eurer Planung, sondern am Verhalten der einzelnen, das ist mir wichtig dazuzusagen.
Danke, dass du das so ehrlich sagst. Und ich glaube, dieses Gefühl hatten zwischendurch tatsächlich mehrere von uns. Eine Gruppe entsteht nicht automatisch nur, weil man gemeinsam reist. Gemeinschaft muss immer wieder neu entschieden werden. Von jedem Einzelnen. Umso schöner ist es, dass du trotzdem so viel für dich mitnehmen konntest. Der Ausflug in den Dschungel zum Beispiel.
Alsooo weisstu ich hab geleernt es gibt voll viel Leute die einander lieb haben und is’ nich nur Mama sondern dann is auch Anni die Rollen machen hilft und Alena die kuscheln kommt wenn ich Angst hab und Kalle der im Busch is und auf uns alle aufpasst und… Das voll schön
Das hast du sehr schön gesagt, Luis. Manchmal besteht Familie nicht nur aus den Menschen, mit denen man zusammen wohnt. Manchmal wächst sie einfach aus den Menschen, die füreinander da sind. Und ich finde, das haben wir auf dieser Reise ziemlich oft gesehen. Danke, dass du das so gut in Worte gefasst hast.





