Amara hielt das Handy knapp vor sich, den Finger fest auf dem Bildschirm, während sie durch die Straßen des Dorfes stapfte. Die Karte auf dem Display blinkte ungeduldig, die blaue Punkte bewegten sich, als würde ihr eigener Standpunkt ständig hinterherhinken.
„Okay, Rathaus… wo genau bist du?“ murmelte sie, mehr zu sich selbst als zu irgendjemandem sonst.
Die Häuser hier waren niedriger, die Gärten kleiner, die Straßen enger als alles, was sie aus der Stadt gewohnt war. Ein alter Zaun knarrte im Wind, und irgendwo ganz weit entfernt jaulte ein Hund – kurz, aber laut genug, um Amara zusammenzucken zu lassen. Sie schielte auf ihr Handy, dann auf die verwinkelte Straße vor sich, und entschied sich für den linken Weg.
Ein paar Schritte weiter blieb sie stehen. Ein Radfahrer kam entgegen, grüßte freundlich, und Amara nickte nervös zurück. Sie hatte das Gefühl, dass jedes Haus, jede Hecke ihr ins Handy log, als wolle es sagen: „Nein, hier bist du falsch.“
Schließlich blieb sie vor einem kleinen Platz stehen, das Handy in der Hand, den Kopf leicht schräg. Sie atmete tief durch und schüttelte das Lachen ab, das sich in ihr aufdrängte. „Irgendwo hier muss es doch sein…“
In diesem Moment hörte sie ein leises Fauchen hinter sich. Sie drehte sich um und sah eine Orange Katze, die sie neugierig aus den Augenwinkeln beobachtete. Amara lächelte. Vielleicht war das Dorf doch nicht so fremd, wie es auf den ersten Blick wirkte.
Vanja läuft mit einem Stapel Bücher in Richtung Bibliothek als sie ein unbekanntes Gesicht sieht. Freundlich lächelt sie sie an Hallo! Ich bin Vanja! Wer bist du?
„Hi, ich bin Amara. Also, offiziell neu hier, inoffiziell total orientierungslos.“ Sie warf einen kurzen Blick auf den Stapel Bücher in Vanjas Armen und lächelte leicht verlegen.
Oh! Wonach suchet du denn? Und du hast einen schönen Namen!
„Oh, danke!“, sagt Amara lächelnd. „Ich versuche gerade nur, ein bisschen die Umgebung kennenzulernen und mich hier zurechtzufinden.“
Soll ich dir vielleicht mal die Bibliothek zeigen? Liest du gerne?
„Ja, gern“, sagt sie lächelnd. Auf die Frage, ob sie gerne liest, grinst sie und fügt hinzu: „Ja, meistens… am liebsten Fantasy-Romance-Bücher.“
Da finden wir auf jeden Fall etwas!!! Wir haben auch gemütliche ecken in der Bücherei in denen man entspannt vor Ort lesen kann!!!
„Das klingt ja richtig gut!“, sagt Amara begeistert. Dann schaut sie neugierig auf. „Wann hat die Bücherei denn immer geöffnet?“
Bea geht mit den kleinen beiden spazieren. Luca und Lucy brabbeln im Kinderwagen
Hallo🤪🤪🤪kann ich dir helfen?🤭🤭🤭
„Hallo! Danke, dass du fragst. Ich bin noch nicht so vertraut hier und wollte mich ein bisschen umsehen.“
Möchtest du vielleicht mal meine Therapiekühe kennenlernen?🤪🤪🤪🤭 oder einen Kakao auf meinem kuhhof trinken?
Amara schaut sie fragend an und runzelt leicht die Stirn. „Therapiekühe? Was ist das denn? So etwas habe ich ja noch nie gehört…“ Dann lächelt sie und fügt hinzu: „Aber zu einem Kakao auf deinem Kuhhof sage ich auf jeden Fall nicht nein.“
Na Kühe mit denen man sprechen kann natürlich 🤭🤭🤭 am beliebtesten ist Popcorn 🤭🤩🤩 komm gerne mit, die zwei kleinen sind gerade auch gut drauf 🤪🤪
„Ja, gerne“, sagte sie lachend und folgte ihr neugierig den Weg entlang.
Magst du Kühe?🤭🤭
„Kühe? Klar, warum nicht! Vor allem, wenn man mit ihnen quatschen kann.“
Marianne sieht Amara als sie gerade viel zu schnell mit dem getunten E Scooter durch die Straße fährt
Hallo kann ich dir helfen? Du wirkst so als würdest du was suchen
„Vielleicht hab ich mich verfahren… oder das Navi spinnt“, dachte sie und ging langsam weiter. Jedes Haus sah ähnlich aus, und sie konnte den Platz nicht finden, den die Karte ihr versprochen hatte. Ein leises Seufzen entwich ihr. „Super, Amara… neu im Dorf und schon total verloren.“
„Hallo… danke. Ich versuche das Rathaus zu finden, aber irgendwie führt mich mein Navi überall hin – nur nicht dorthin, wo ich hinwill.“
Ach zum Rathaus ist ganz einfach: Die nächste links, dann zweimal rechts, dritte Ausfahrt im Kreisverkehr und dann nochmal links und rechts. Und wenn du dann vor der Tankstelle stehst bist du zu weit gegangen.
Aber heute ist Samstag. Da ist das Rathaus geschlossen
Amara schluckte kurz. Mist… das habe ich ja ganz vergessen, heute ist ja Samstag. Dann lächelte sie etwas verlegen und sagte: „Ah, danke! Ich wollte mir eigentlich nur ein bisschen die Umgebung anschauen und mich ein bisschen zurechtfinden.“
Kommt vorbei, drückt Amara eine Bückse Ölsardinen im die Hand und geht wieder
„Oh, äh… danke!“, sagt sie lachend, während sie die Dose etwas verdutzt in den Händen dreht.
👀 …der is bissl bekloppt
„Ja, eine Dose Ölsardinen einfach so von einem Fremden in die Hand gedrückt zu bekommen, erlebt man auch nicht alle Tage…“ Fragend blickt sie das Kind an. „Und wer bist du?“
Ich bin der Luis und ich bin auch dabei! …also äh wohn hier mein ich …Hallo 👋🏻
„Freut mich, dich kennenzulernen“, sagte sie und lächelte leicht. „Gehst du hier in die Schule?“
Jaaa 🙂↕️ Aber ist grad voll Drama weil irgendwie sind jetzt zwei Mädchen mad aufeinander weil die mich beide mögen glaub ich, kommst besser nich inne Schule da ist grad Zickenkrieg!
„Oh je, das klingt ja nach richtigem Drama“, sagt Amara und schüttelt leicht den Kopf. „Wie alt bist du eigentlich?“ Sie lächelt dann aufmunternd. „Aber keine Sorge, in ein paar Wochen ist das bestimmt schon wieder vergessen.“
Also ehrlich gesagt: Sei froh, dass die Sardinen noch in der Dose sind
„Wieso? Hattest du schon mal ein Sardinen-Desaster?“
Franzi fährt wieder in ihrer “kleinen” Runde an Amara vorbei, winkt ihr wieder zu und bleibt dann aber stehen für ein kleines Pläuschen, Gutes Wetter heute, oder?
„Absolut, richtig angenehm! Freut mich, dich kennenzulernen 😄“
Du gehst hier hur spazieren? Franzi … , Franzi beißt auf ihren Handschuh und zieht ihn aus, dass sie Amara ihre Hand geben kann.
„Ja, bin noch neu hier und mach so ’nen kleinen Erkundungsspaziergang“
Oh, sehr schön, wohnst du dann auch schon hier, oder noch irgendwo im Hotel oder so?
„Bin noch vorübergehend im Hotel, aber ziehe bald richtig hierher“
Schön und was machst du sonst so außer Erkundung?
„Ach, alles Mögliche 😄 Lesen, spazieren, Leute kennenlernen…“
Jaël läuft mit den Babys durch das beschneite Hausen; Nach dem sie gestern im Zug eingeschlafen ist, den Ausstieg verpasst, bis zur Endstation Wolfsau gefahren, vom Schaffner zwei Stunden in Reinlingen geweckt und dann mit zwei Stunden verspätet nach Hause gekommen um sich dann wieder in ihrem bett in einem Zwölf Stunden Block von der Arbeit zu erholen, hat Maikki verfügt, dass sie jetzt zumindest einen großen Spaziergang mit den Babys zu machen.
Als Amara aus der Bücherei trat, die Arme voller Bücher, entdeckte sie eine junge Frau, die mit einem Kinderwagen durch das verschneite Dorf schlenderte. Die Sonne spiegelte sich in den Eiskristallen auf den Dächern, und der frische Winterduft lag in der Luft.
„Hallo! Wie geht’s dir?“, sagte Amara als die Frau in Hörweite war, während sie freundlich grinste. „Schöner Tag zum Spazierengehen, oder?“
Ja, aber sehr kalt! ,Jaël schiebt das Verdeck des
BollerKinderwagen etwas weiter zu, dass zumindest die Babys keine Kälte abbekommen. Warum wohne ich nochmal in scheiß Deutschland?! ,merkt gar nicht, dass sie es laut gesagt hat.Amara schnaubt kurz auf und pustet sich den Atem in die Hände. „Weil wir uns irgendwann eingeredet haben, das sei normal“, meint sie. „Neun Monate Grau, drei Monate Hoffnung.“ Sie wirft Jaël einen Seitenblick zu. „Und trotzdem überrascht es uns jedes Jahr aufs Neue.“
Guter Gedanke ― aber dann müsste ich wahrscheinlich auch mehr Zeit mit meinen Scheiß Kollegen verbringen ― und besser als Finnland immerhin.
„Verständlich.“ „Man tauscht halt Kälte nicht gern gegen noch weniger Freizeit.“
Mmh … wer bist du nochmal?!
Amara dämmerte langsam, dass sie sich noch gar nicht vorgestellt hatte. Sie richtete sich ein wenig auf und sagte: „Ich bin Amara Chambers. Und du?“ Dabei blickte sie Jaël fragend an.







