Die Reisegruppe läuft durch das Tor auf den großen Hof des Tempelgeländes. Überall glänzt Gold in der Sonne, die Dächer sind bunt verziert und an den Eingängen stehen riesige Wächterfiguren. Dorothea bleibt kurz stehen und schaut sich um. Ganz schön beeindruckend hier. Sie zeigt auf die großen Figuren am Eingang. Die stehen hier als Wächter. Die sollen symbolisch den Tempel beschützen. Dann deutet sie auf das Hauptgebäude. Dort drinnen steht der sogenannte Smaragd-Buddha. Für viele Menschen in Thailand ist das eine sehr wichtige religiöse Statue. Ein paar Mönche laufen über den Hof. Dorothea wird automatisch etwas leiser. Hier kommen viele Menschen her, um zu beten. Deshalb bleiben wir einfach ruhig und schauen uns alles an. Sie sieht wieder zur Gruppe. Ihr könnt euch ruhig ein bisschen umsehen. Bleibt aber bitte in der Nähe.
Wenn ihr euch alles angesehen habt, was ihr euch anschauen möchtet, könnt ihr euch in euren kleinen Gruppen gerne noch ein bisschen in der Umgebung umsehen. Gebt Benni oder mir bitte kurz Bescheid, bevor ihr losgeht, damit wir wissen, wer mit wem unterwegs ist. Der Bus zurück zur Unterkunft fährt um 18 Uhr. Bis dahin treffen wir uns wieder hier.


Hömma Wein? Richtich edel hömma. Ich hätte nur lauwarmet Bier anzubieten. Und Obst is doch ne töfte Sache. Allein schon wegen Skorbut.
Ich hab auffe Fahrt hierhin davorn so’n Park entdeckt da könnwa uns bestimmt schön auffe
ZeltbahnDecke setzenDorothes nickt. Park klingt gut. Gemeinsam gehen sie ein Stück die Straße entlang, weg vom Tempelgelände und erreichen bald den Park. Zwischen den Bäumen entdeckt Dorothea einen kleinen Teich. Sie bleibt stehen und schaut kurz über das Wasser. Das ist ein schönes Plätzchen, oder?
Kalle schaut sich um (dabei kontrolliert er ganz genau ob keine feindlichen Scharfschützen in den umliegenden Bäumen sitzen)
Hömma ker watt is datt schön hier. Hättich gar nich gedacht. Du hass echt n Auge für sowatt.
Kalle nimmt die Zeltbahn aus seinem Rucksack und breitet sie aus
Wenn ich getz n Stuhl hätte würdich den so Stücksken rausziehen…darf ich bitten Mademoiselle?
Eine Bewegung wie die Karikatur eines französischen Kellners
Dorothea lacht. Merci. Sie setzt sich auf die Decke, holt die Tupperdose und die Flasche Rosé aus ihrem Jutebeutel und stellt beides auf die Decke. Endlich mal ein bisschen Ruhe. Das haben wir uns nach den letzten Tagen wirklich verdient.
Hömma abba sowatt von. Endlich ma kein Streit am Essenstisch. Kein Gemecker dattat Programm scheiße is.
Emtkorkt die Flasche
Ääähhhm hamwa Gläser? Oder direkt ausse Pulle?
Also wattich sagen wollte. Endlich ma mit ne normalen Person in Ruhe wo n bissken sitzen. Watt feinet essen und trinken und n lieben Gott n guten Mann sein lassen.
Ja, das tut wirklich gut… Dorothea sieht nochmal in den Jutebeutel. Gläser habe ich leider nicht dabei. Dann trinken wir eben aus der Flasche. Ganz bodenständig. Ich glaube das dürfen wir uns ausnahmsweise mal erlauben.
Hömma also eigentlich machich datt nich. Kalle sieht Doris Gesichtsausdruck und fängt an zu lachen
Watt hatt dich eigentlich nach Hausen verschlagen?
Ich habe vorher in einem Jugendheim in der Stadt gearbeitet. Die Arbeit hat mir viel gegeben. Die Jugendlichen, meine Kolleginnen und Kollegen… auch meine Freunde und meine Familie waren dort. Sie lächelt. Aber ich habe eigentlich schon immer gemerkt, dass ich nicht so richtig ins Stadtleben passe. Das war nie wirklich meins… Trotzdem bin ich lange geblieben. Weil die Arbeit wichtig war und weil ich dachte, das müsste eben so sein. Irgendwann hat das aber nicht mehr gereicht. Und dann bin ich nach Hausen gezogen. Und du? Warst du eigentlich schon immer in Hausen oder hat es dich auch irgendwann dorthin verschlagen?
Hömma ich komm eigenslich ausse Stadt. Vaddern is abba irgenswann innen Abstich beim Hochofen gefallen …
Datt hatt mich n bissken ausse Bahn geworfen. Und als ich mich dann immer mitte Jungs ausse Siedlung gekloppt hab hatt Muddern mich hier nach Hausen geschickt zu meine Onkel und Tante. Da warich 7 oder 8 oder so. Also…ich bin schon lange in Hausen. Auch wennich zwischendurch mal… wech war.