Nach einem langen Tag voller neuer Eindrücke trottete Kira langsam zurück. Morgens hatte sie kurz einen Hund verscheucht, danach streifte sie durch das Dorf, erkundete die kleinen Straßen, schnupperte an Ecken und Nischen und beobachtete, wo sich die Menschen aufhielten. Schnell merkte sie, welche Orte geschäftig waren und welche eher ruhig – ein kleines Revierlernen, das ihr Sicherheit gab.
Stunden später wurde sie von einem freundlichen Kind sanft gestreichelt, was ihr ein warmes Gefühl gab und die Aufregung des Tages etwas milderte.
Schließlich erreichte sie ihren vertrauten Stammplatz, an dem sie schon in der Nacht zuvor gewesen war. Vorsichtig schnupperte sie die Umgebung ab, die kühle Abendluft lag schwer über den Straßen, und prüfte, ob vielleicht wieder Futter für sie bereitstand.


Sie blieb stehen, hob den Schwanz und ließ die Berührung zu, als wäre sie selbstverständlich, dann miaute sie laut und fordernd.