Nach einem langen Tag voller neuer Eindrücke trottete Kira langsam zurück. Morgens hatte sie kurz einen Hund verscheucht, danach streifte sie durch das Dorf, erkundete die kleinen Straßen, schnupperte an Ecken und Nischen und beobachtete, wo sich die Menschen aufhielten. Schnell merkte sie, welche Orte geschäftig waren und welche eher ruhig – ein kleines Revierlernen, das ihr Sicherheit gab.
Stunden später wurde sie von einem freundlichen Kind sanft gestreichelt, was ihr ein warmes Gefühl gab und die Aufregung des Tages etwas milderte.
Schließlich erreichte sie ihren vertrauten Stammplatz, an dem sie schon in der Nacht zuvor gewesen war. Vorsichtig schnupperte sie die Umgebung ab, die kühle Abendluft lag schwer über den Straßen, und prüfte, ob vielleicht wieder Futter für sie bereitstand.
Kira legte sich wieder aufs Sofa und schlief ein weil es so schön warm und gemütlich war.
Anni war lange mit Pesto im Wald. Als sie leise die Tür aufschließt, sieht sje die Katze auf dem Sofa liegen, die die Augen aufmacht, als Anni ins Wohnzimmer kommt.
Die Katze kam schnurrend auf sie zugelaufen, streifte ihre Beine und ließ ein leises, fragendes Miau hören.
Anni nimmt sich vor, nächste Woche mal ein paar richtige Sachen zu kaufen, wenn die Katze sie jetzt wirklich regelmäßig besucht, und improvisiert bis dahin schnell nochmal etwas zusammen. Wenn du jetzt öfter kommst, müssen wir uns noch einen Namen für dich überlegen, ich kann dich ja nicht immer Süße oder kleine Maus nennen. Anni streichelt der Katze sanft über den Rücken.
Sie blieb stehen, hob den Schwanz und ließ die Berührung zu, als wäre sie selbstverständlich, dann miaute sie laut und fordernd.


