Anni räumt und rumpelt in der Gärtnerei herum. So richtig weiß sie heute nichts mit sich anzufangen. Obwohl sie den Winter mag und eigentlich auch genug Zimmerpflanzen im Haus hat fehlt ihr langsam das bunte Drumherum, ein sprießende Garten, grüne Pflanzen um sich herum, Kundinnen und Kunden, die mehr wollen, als nur einen Blumenstrauß. Es nervt ein wenig. Nach einer Weile geht sie mit einer Bürste in den Garten und bürstet die Ziegen, sehr ordentlich und seeeehr lange. Auch die sind sichtlich gelangweilt, alles ist vereist.


Die Katze zögert kurz, hüpft dann aber doch auf die Couch und macht es sich neben Anni bequem.
Nach einer Weile abkühlen landet zusammengematsches Hähnchen, Gemüse und ein Löffelchen Öl in einem kleinen Teller. Anni genießt die Gesellschaft, mit den Ziegen auf dem Sofa kuscheln ist auch eher… Ungünstig. Irgendwann spät abends schläft Anni auf dem Sofa ein.
Die Katze erhob sich langsam vom Sofa und verfolgte jede Bewegung, die Anni machte, mit wachsamen Augen. Vorsichtig schnupperte sie an dem kleinen Teller, zögerte einen Moment – und futterte dann alles gründlich auf, als hätte sie sich genau dafür entschieden. Danach kehrte sie zurück aufs Sofa, rollte sich dicht neben Anni zusammen, atmete ruhig und schlief schließlich zufrieden ein.