Maximilian sitzt im Dunkeln am Küchentisch. Die Rollos sind unten, das Haus still. Vor ein paar Tagen sah es hier freundlicher aus. Jetzt nur noch die Küche. Das Bild vom Picknick drängt sich auf. Glauben heißt jedoch nicht Wissen und es hilft nicht gegen Ziehen im Bauch.
Draußen kündigt sich Veränderung mit Motorengeräuschen an. Die Spedition findet den Ort erst beim zweiten Anlauf. Verwirrte Blicke, falsches Navi, dann doch richtig. Karton um Karton landet in der Einfahrt, Möbel lehnen an der Garage, alles auf einmal. Im gleichen Moment erhält Maximilian eine SMS von Berti.
“Hallo Maxi, bin untergetaucht. Drehe Doku über Dübelfingen. Habe ausversehen die falsche Adresse für meine Speditionslieferung angegeben. Nicht schlimm, behalte es, wenn du willst. Entschuldigung für das Chaos. Melde mich. Berti.”
Als die Transporter wieder verschwinden, steht er da. Völlig überrumpelt. Er beschließt aus seiner Komfortzone herauszukommen und schreibt in die Dorfgruppe.
Kurze, spontane Aktion:
Ich habe eine falsche Lieferung erhalten in Form von Möbeln, Deko, Farbe… Garage und Hof sind voll, Haus ist noch ziemlich leer.
Ich bestell Pizza und Getränke.
Wer kurz Zeit und zwei Hände hat, kommt gern vorbei. Zum schnacken oder helfen.


Was soll ich den machen?! Was steht den auf deinem Plan? Nathalie wirkt deutlich so, als wäre sie gereizt.
Er deutet auf die Kartons. Ich weiß doch selbst nicht was ich damit soll. Aufmachen? Gucken? Beschriften? Verräumen? Hier haben wir auch Farbe und Pinsel. Sei kreativ und mal die Garage von innen an? Manchmal muss man einfach anfangen und der Plan kommt auf dem Weg zum Ziel.
Ich stelle die Kartons in die Garage und dann … dann hast du sicherlich einen Plan parat.
Also er hält sein Notizbuch in der Hand der Plan ist folgender:
Wir fangen an wo Platz ist.
Alles was schwer ist stellen wir erstmal irgendwohin, wo es nicht im Weg steht. Kartons bleiben zu, außer sie sind offen, dann bleiben sie offen.
Wenn wir merken, dass etwas Quatsch ist, stellen wir es wieder um. Wir machen nichts kaputt.
Meinteat du so einen Plan?
Ja … warum zeigst du den mir erst jetzt?
Ich hab den erst jetzt gemacht. Bist du immer so… leistungsorientiert bei der Arbeit? Maximilian verdreht die Augen. Wir sind ja nicht auf der Flucht.
Ja natürlich, sonst wäre es ja keine Arbeit … Bist du immer ― was arbeitest du den?
Ich bin Privatier und ja, ich bin immer so entspannt?
Man muss mal entschleunigen. Wollen wir das gemeinsam probieren? Maximilian setzt sich hin und guckt durchs Fenster in die Natur. Setz dich, ich möchte dir was zeigen.
Setzt sich wiederwillig, sie hat die starke Vermutung, dass das wie die “Teamzeiten” auf Arbeit wird.