Der Glögg blubbbert im großen Elektrotopf, die Safrankringel liegen in großen Massen neben den Lebkuchen und Taika ist sehr froh den ganzen Abend mit Tiberius im Garten spielen zu können; Maikki hat die Tür angelehnt, den Flur mit Malerteppich ausgelegt und ist mit Anni noch einmal den Ablaufplan durchgegangen ― Alles ist bereit für einen geselligen Abend mit Gesang, Essen und zu viel Glögg.


Dorothea sitzt in einem Sessel und sieht zu, wie der Raum langsam voller wird.
Fragt sich, ob Doro wirklich nur ein Glas hatte, so wie sie ihm einzigen Sessel des Hauses sitzt.
Adelheid rückt ihren Stuhl ganz nah an Dorotheas Sessel, als hätte der Raum beschlossen, sich um die beiden zu schließen.
Kind, setz dich richtig hin. Trink was. Ich pass auf. Beste Freundinnen merkt man nicht daran, dass sie reden, sondern daran, dass jemand bleibt, wenn’s still wird.
Ach was, ich sitz hier ganz gut.
Adelheid schnaubt leise und rückt den Stuhl noch einen Tick näher.
Ganz gut ist nicht gut genug, Kind. Ich sitz hier nicht zum Dekorieren. Und nur weil du bequem bist, heißt das nicht, dass die Lage geklärt ist.
Möchtest du auf dem Sessel sitzen Adelheid?
Ich sitze hier ganz gut, danke.
Ah, hi Dorothea
Hallo, Julian. Schön dich zu sehen. Wie geht es dir?
Viel um die Ohren, aber man muss ja auch wieder unter Leute gehen.
Aber natürlich. Setz dich doch zu mir, ich könnte ein wenig gute Gesellschaft gebrauchen. Wie geht es Robert?
Es wird wieder flüstert Seine Oma ist vor einem halben Monat gestorben.
Oh… das tut mir sehr leid. Bitte sagt Bescheid, wenn ihr irgendetwas braucht.
Danke, es wird schon wieder. Es kam nicht unerwartet, aber doch schneller als vorausgesagt.
Ein Verlust ist ein Verlust. Ganz gleich ob plötzlich oder wissend.