Stacy ist nervös. Heute ist ihre zweite Therapiesitzung. Es fühlt sich an, als würden sich ihre Probleme immer weiter auftürmen, obwohl sie in der letzten Sitzung nicht mal eines davon wirklich lösen konnte.
Wieder sitzt sie Frau Keller gegenüber, in diesen unbequemen Sesseln, die sich mehr nach Wartezimmer als nach Sicherheit fühlen. Für einen langen Moment sagt keine von beiden etwas.
Stacy rutscht unruhig auf dem Sitz hin und her, bevor sie schließlich die Stille durchbricht.
Und… was jetzt?


Anna hört zu, ohne Stacy zu unterbrechen. Als Stacy lacht, lächelt sie ganz leicht mit - nicht groß, eher ein kurzes Mitgehen. Danach bleibt sie einen Moment still.
Sie haben gerade etwas ziemlich Spannendes beschrieben. Nicht: Ich habe Freddy vertraut und deshalb habe ich mich sicher gefühlt. Sondern eher: Er war einfach immer wieder da.
Eine kleine Pause.
Und dann sagen Sie direkt danach etwas anderes. Dass Sie versucht haben, ihn wegzudrücken… weil Sie Angst hatten, dass es kaputtgeht, wenn er Ihnen zu wichtig wird.
Sie neigt den Kopf leicht.
Mich würde interessieren: Was hat Ihnen damals gesagt, dass es kaputtgehen könnte?
Ich… keine Ahnung. Ich glaube, ich hab einfach alles komplett overthinkt. Und von außen kam halt auch so viel Druck.
Stacy rollt mit den Augen.
Gefühlt wollte einfach jeder, dass Freddy und ich zusammenkommen.