Stiegl und Ursel sitzen in der Kneipe, anscheinend besprechen sie geschäftliche Dinge. Stiegl erklärt Ursel sein Geschäftskonzept
…Also bei den Öffnungszeiten hast du freie Hand, ich hatte bisher auch unter der Woche auf, aber das ist natürlich schwer mit der Apotheke. Dienstags ist immer FKK-Baden für Männer am Waldsee, da kann ich aber die Kneipe öffnen. Ansonsten ist eigentlich nichts unter der Woche. Im Grunde suche ich vorerst nur eine Unterstützung, wenn das klappt würde ich die Kneipe aber auch verpachten…
Stiegl erzählt weiter, von den vielen Events in der Kneipe, er beginnt etwas in Erinnerungen zu schwelgen.
…Das wichtigste für mich ist, dass ich etwas entlastet werde. Am besten von jemandem, der die Kneipe auch als Treffpunkt im Dorf sieht. Wir haben jetzt zwar wieder eine Apotheke, aber dadurch dass der Kiosk und die Tankstelle geschlossen haben fehlt im Dorf ein Treffpunkt für ein Schwätzchen mit den Nachbarn. Also wenn du möchtest, würde ich dir gerne die Verantwortung überlassen. Ich glaube du kannst das ganz gut…
tapst rein
Paaa…pa? schnarch

geht Luis holen… und trägt ihn ins Bett
Sooorryy!
Wa… nnnich… fährlich… sabbert Schulter voll
Ursel hört sich das alles geduldig an und trinkt dabei genüsslich ihr Bierchen. Angeblich, so hatte man ihr in Berlin gesagt, sei das Bier überall besser als das Berliner Bier. Aber in der Hinsicht hatte sie offensichtlich keinen Gourmetgaumen. Sie schmeckte zwar den Unterschied zwischen den Biersorten, konnte sich aber nicht entscheiden, welches nun besser schmecken sollte. Ihr gelüstete einfach je nach Tagesform nach einer anderen Sorte.
“Na jut, ick meene, wir ham ja hier och junget Volk im Dorf. Die brauchen ja alle och nen Praktikumsplatz oder ne Lehre. Da kann ick mir ja Nachwuchs ranzüchten. Dann läuft die Apotheke irgendwann ab und zu och mal ohne mich und dann kann ick hier rüber komm’. Weeßte, wenn die Männers ihren FKK-Tach ham. Dann könn’ die Mädels, die sich heute alle Flintas nennen, och ihrn Kneipenabend haben. Ick gloob, dit könnte jut loofen.”



