Stacy hat sich von Dorotheas komischem Grillabend davongeschlichen. Sie will richtige Musik hören, richtigen Alkohol trinken und Streetfood essen. Irgendwann findet sie eine schicke Rooftopbar. Leider soll sie am Eingang ihren Ausweis zeigen. Blöd nur, dass sie ihren gefälschten vergessen hat. Also zeigt sie selbstbewusst ihren echten. Sie geht davon aus, dass man schon ein Auge zudrücken wird. Hat man nicht. Keine zwei Sekunden später wird sie von je einem Mann unter den Armen gepackt und tretend, fluchend und ziemlich laut protestierend Richtung Ausgang getragen. Kurz bevor sie draußen landet, taucht ein kleiner Mann im Anzug auf und sagt irgendetwas auf deren lustigen Sprache, das sie nicht versteht. Als würde sie Bangkokisch sprechen. Doch dann fällt ein Name: McKäsi. Das versteht sie. Und plötzlich wird sie losgelassen.
Man bringt sie zurück nach oben. Niemand stellt mehr Fragen. Stacy beschließt, dass das wohl das einzig positive an ihrem Namen ist und tanzt ausgelassen zwischen Neonlichtern und Skyline. Wenig später postet sie in die Drogenfahrt-Gruppe ihren Standort und ein Bild:

Wer kommt auch hier hin?? Hier geht’s voll ab!! Es gibt sogar nen DJ und kostenlose Drinks!!
Keine zehn Minuten später steht sie selbst am DJ-Pult. Sie findet, dass auch mal vernünftige Musik laufen sollte. Der DJ lässt sich mit einem I’m Stacy McKäsi!! erstaunlich leicht überzeugen. Vom Zugucken bei Freddy und Karl hat sie schließlich einiges gelernt. Also startet sie mit “We R Who We R” und wechselt in einem ziemlich unsauberen Übergang zu “Where Them Girls At”. Stacy feiert sich trotzdem, als wäre sie beste DJane jemals.



Suzanne hat sich vom Hippiekreis davon gestohlen, sie hat für genau solche Gelegenheiten seit Jahren ein kleines Konvolut von Kleidern in einer Reiserolle. Die Falten glätten sich von selbst in der Tropennacht im TukTuk, der Lippenstift gleitet von selbst während sie im Aufzug steht. Dank dem gelben, noch nicht goldenen Glanz und dem Lächeln gleitet sie wie selbstverständlich durch die Tür, auch wenn eh niemand mehr ihren Ausweis kontrollieren würde.
Alles passt, ihre Beine passen sich schon an die anderen Gäste an, ihr Herz stampft hoch bis es im Takt der Musik ist und ihr Blick gleitet auf der Suche nach dem besten Tanzpartner … und schon ist Suzanne wieder auf der Toilette verschwunden, hat wieder einen ehemaligen Kollegen gemeint zu sehen.
Stacy glaubt Suzanne gesehen zu haben, findet sie dann aber in der Menge nicht wieder und beschließt, dass sie es sich eingebildet haben muss.
Irgendwann ist Suzanne plötzlich hinter Stacy am Pult, ^Psst, Stacy, ist irgendwo so ein lockiger Spanier in der Menge?^
Stacy schüttelt mit dem Kopf. Suchst du jemanden?
^Einen Typen, so 1.72 brauner spanischer Teint mit Ohrenlangem, lockigem Haar, grüne Augen, zwei Ohrringe links.^
Stacy nimmt das Mikro. Ihr Englisch ist nicht perfekt, aber hoffentlich verständlich: Wassuuuuuup!! I‘m searching a spanish man with curly hair and green eyes and two earrings, loooool! If you are this man please come up here. Here is a very attractive woman searching for you!! Stacy legt das Mikro wieder ab. Girls support Girls und so!! Das macht das am Samstag dann wohl wieder gut!!
Suzanne blickt sie mehr als etwas geschockt an, und versucht sich irgendwie zu verstecken, falls wirklich jemand kommt. ^So war dass nicht gemeint!^
Oh…
^Außerdem, würde der nicht jetzt denken, dass du ihn haben willst?^