Sehr geehrte Minderwertige, ich hörte in unseren Gefilden schleicht ein weiterer Rechtsverweser?
Ist dieser Person denn nicht klar, dass der Platz der Aristokratie bereits besetzt ist?
Zudem hörte ich ist diese Person der Judikative noch jung und zu allen übelst eine Frau?!
Und sie sucht eine Wohnung? EINE WOHNUNG!!! Ist das lächerlich, sage ich ihnen! Sie beschmutzt das Gildentum der Juristerei mit diesen frevelhaften Verhalten! Zu meiner Zeit hatte ich bereits das 3. Haus im Referendariat und meine Makler für das 4. Ausschwärmen lassen… wirklich enttäuschend wie die Jugend von heute keinen Biss mehr hat…


Herr von Wellensteyn, Ihre Worte machen mich gerade sehr betroffen. Jeder Mensch verdient es, hier in Hausen mit Würde und Respekt behandelt zu werden unabhängig von Beruf, Alter oder Geschlecht. Eine junge Anwältin, die eine Wohnung sucht, beschmutzt nichts. Sie beginnt ihr Leben. Und das verdient Anerkennung, nicht Herabwürdigung. Hausen soll ein Ort sein, an dem Menschen ankommen dürfen. Nicht ein Ort, an dem sie sich erst beweisen müssen, um als wertvoll zu gelten. Ich wünsche mir sehr, dass wir einander mit mehr Menschlichkeit begegnen. Gerade in einer Gemeinschaft wie dieser.
Verzeihen Sie für meine saloppe Ausdrucksweise: Wer nichts auf die Reihe bekommt, sollte sich an seine eigene Nase fassen!
Sie sind das was sie aus sich machen! wenn jemand eine Enttäuschung sein möchte, wie diese “Anwältin” dann soll sie das sein aber nicht erwarten dafür Anerkennung zu bekommen!
Anerkennung bekommt ein Mensch nicht erst, wenn er Häuser besitzt oder Ihren Maßstäben entspricht. Anerkennung beginnt dort, wo ein Mensch den Mut hat, seinen eigenen Weg zu gehen. Eine junge Anwältin, die hierherkommt, arbeitet, sich ein Leben aufbaut und Teil dieser Gemeinschaft werden möchte, ist keine Enttäuschung. Sie ist ein Mensch am Anfang von etwas. Und ich werde nicht zulassen, dass Menschen in Hausen öffentlich herabgewürdigt werden, nur weil ihr Weg anders aussieht als Ihrer. Wir sind hier eine Gemeinschaft. Und Gemeinschaft bedeutet, dass wir einander nicht kleinreden, sondern Raum geben zu wachsen.
Sie wollen dieser Versagerinnalso Vorschusslorbeeren einräumen?!
Nein. Ich räume ihr das ein, was jedem Menschen zusteht: Respekt. Nicht mehr und nicht weniger. Niemand muss sich Anerkennung durch Besitz, Herkunft oder Status verdienen, um würdevoll behandelt zu werden. Es reicht, ein Mensch zu sein, der seinen Weg geht.