Alena steht vor dem Stoffwechsel in Hausen und schaut noch einmal kurz auf ihr Spiegelbild in der Scheibe. “Okay komm, ich mach jetzt einfach. Nicht rumstehen wie bestellt und nicht abgeholt.” Sie tritt ein. Hallo, ich bin die Alena, ich bin heute fürs Praktikum hier.


Über mich gibt es nicht viel zu wissen. Ich gehe in die 9. Klasse und möchte später mal Fotografin werden. Manchmal werde ich sogar schon gebucht. Nichts großes. Ich denke ich kann jetzt hier bei Papa wohnen und bleibe in Hausen. Früher hatte ich mal ein Hund, der war super. Der hat sich immer gefreut. Momentan vermisse ich am meisten das gute Wetter. Ich bin ein Sommermensch. Manchmal … Sie guckt Nathalie an und erkennt ein unterdrücktes Gähnen also falls du was genaues wissen magst, frag mich einfach.
Nathalie merkt selbst, dass sie gähnt, Sorry, hatte vergessen, dass die ersten paar Jahre ziemlich langweilig in der Rückschau sind. Ich war aber etwas überrascht, dass Maximilian überhaupt ein Kind hat, er schien mir nicht gerade die Person zu sein, die geeignet ist, ein Kind zu haben.
Alena zieht die Augenbraue hoch und schaut Nathalie fragend an. Was genau willst du damit sagen?
Ach ― nur dass er wirklich nicht die Struktur hat, ein Kind zu erziehen, Nathalie ist sich bewusst, dass das auf mehr als einer Ebene falsch klingt, aber du bist ja trotzdem ganz gut geraten.