Sehr geehrtes Untervolk, Ich vermisse seit dem heutigen Tage meinen Angestellten 31, meinen wehrten Herrn Hofnarr, welcher gemeinhin als “Pesto” bekannt ist.

Ich meine mich nicht zu erinnern ihn freigelassen Freizeit gewährt zu haben.

Falls sie ihn sehen, nähern Sie sich ihn vorsichtig, er ist sehr schreckhaft, und legen Sie ihn dann bei gewonnen Vertrauen an die Leine, und bringen Sie ihn zu mir. Natürlich will der Finder reichlich belohnt werden!

Mit vermissenden Grüßen, Justus-Aurelius von Wellensteyn

  • 🟡 Dorothea, 43
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    4 days ago

    Herr von Wellensteyn,
    es geht hier nicht um Matratzen oder beheizte Zimmer. Es geht um den Ton, den Sie anschlagen und um das Menschenbild, das dahintersteht. Worte wie Untervolk und an die Leine legen sind keine Ironie mehr, sondern respektlos. Wir leben hier in einem Dorf, in dem jeder Mensch Würde hat. Auch Ihre Angestellten. Und ganz egal, wie komfortabel die Unterkunft ist: Respekt zeigt man nicht durch Ausstattung, sondern durch Haltung. Wenn Sie jemanden vermissen, dann können Sie das sagen. Aber bitte auf Augenhöhe. Alles andere passt nicht in diese Zeit. Und nicht nach Hausen.