Maximilian sitzt im Dunkeln am Küchentisch. Die Rollos sind unten, das Haus still. Vor ein paar Tagen sah es hier freundlicher aus. Jetzt nur noch die Küche. Das Bild vom Picknick drängt sich auf. Glauben heißt jedoch nicht Wissen und es hilft nicht gegen Ziehen im Bauch.
Draußen kündigt sich Veränderung mit Motorengeräuschen an. Die Spedition findet den Ort erst beim zweiten Anlauf. Verwirrte Blicke, falsches Navi, dann doch richtig. Karton um Karton landet in der Einfahrt, Möbel lehnen an der Garage, alles auf einmal. Im gleichen Moment erhält Maximilian eine SMS von Berti.
“Hallo Maxi, bin untergetaucht. Drehe Doku über Dübelfingen. Habe ausversehen die falsche Adresse für meine Speditionslieferung angegeben. Nicht schlimm, behalte es, wenn du willst. Entschuldigung für das Chaos. Melde mich. Berti.”
Als die Transporter wieder verschwinden, steht er da. Völlig überrumpelt. Er beschließt aus seiner Komfortzone herauszukommen und schreibt in die Dorfgruppe.
Kurze, spontane Aktion:
Ich habe eine falsche Lieferung erhalten in Form von Möbeln, Deko, Farbe… Garage und Hof sind voll, Haus ist noch ziemlich leer.
Ich bestell Pizza und Getränke.
Wer kurz Zeit und zwei Hände hat, kommt gern vorbei. Zum schnacken oder helfen.


Es ist dein Kakao, dein Haus, du darfst gerne noch einmal anfangen. Wirklich Lust scheint Nathalie dabei aber nicht zu haben, aber sie wirkt zumindestens bemüht.
Maximilian wird das hin und her zu anstrengend. Für heute sind wir fertig. Er leg sich auf die Couch, deckt sich zu und scrollt durch Netflix. Ich glaube wir sollten nicht spazieren. ^Kommunikation mit dir ist anstrengend.^ Hast du eine Empfehlung was ich/wir gucken könnten? Ohne Hintergedanken hält er die Decke ein Stück weit hoch, wie eine Einladung.
Nathalie hat den Abend innerlich eh schon abgeschrieben und lässt sich ohne Widerworte darauf ein. Es ist dein Netflix, wenn ich dir etwas empfehle, wird dein Algorithmus nur verrückt spielen.
Maximilian macht Fear and Loathing in Las Vegas, legt den Arm um sie und krault ihr den Nacken.
Nathalie bleibt aufrecht sitzend und wirkt schon fast verkrampft dabei.
Nathalie, ist alles ok? Soll ich dich zur Tür bringen?
Nein, alles okay, aber kannst du dass mit dem Nacken lassen?
Ha! Ja klar. Ich bin in sozialen Interaktionen recht unbeholfen. Was ist ok? Was nicht? Ist es ein Date? Ist es das nicht? Ich stelle mir tausend Fragen. Er blickt in die Leere. Das Internet ist mitlerweile ausgefallen, der Film hängt. Weißt du, ich bin, ich glaube, ich bin verliebt.
Und dann willst du mit mir spazieren gehen? Nathalie klettert hinter die TV-Konsole und versucht das Internet neu zu starten.