Maximilian sitzt im Dunkeln am Küchentisch. Die Rollos sind unten, das Haus still. Vor ein paar Tagen sah es hier freundlicher aus. Jetzt nur noch die Küche. Das Bild vom Picknick drängt sich auf. Glauben heißt jedoch nicht Wissen und es hilft nicht gegen Ziehen im Bauch.
Draußen kündigt sich Veränderung mit Motorengeräuschen an. Die Spedition findet den Ort erst beim zweiten Anlauf. Verwirrte Blicke, falsches Navi, dann doch richtig. Karton um Karton landet in der Einfahrt, Möbel lehnen an der Garage, alles auf einmal. Im gleichen Moment erhält Maximilian eine SMS von Berti.
“Hallo Maxi, bin untergetaucht. Drehe Doku über Dübelfingen. Habe ausversehen die falsche Adresse für meine Speditionslieferung angegeben. Nicht schlimm, behalte es, wenn du willst. Entschuldigung für das Chaos. Melde mich. Berti.”
Als die Transporter wieder verschwinden, steht er da. Völlig überrumpelt. Er beschließt aus seiner Komfortzone herauszukommen und schreibt in die Dorfgruppe.
Kurze, spontane Aktion:
Ich habe eine falsche Lieferung erhalten in Form von Möbeln, Deko, Farbe… Garage und Hof sind voll, Haus ist noch ziemlich leer.
Ich bestell Pizza und Getränke.
Wer kurz Zeit und zwei Hände hat, kommt gern vorbei. Zum schnacken oder helfen.


Nein, ich bin ganz beruhigt, die Sprünge in der letzten Tasse sagen etwas anderes, und weder habe ich eine Dienstpostenbeschreibung, noch wäre dass wirklich wichtig.
Naja irgendwas musst du ja machen oder gehörst du zu den Klischeebeamten? Ich denke nicht. Maximilian stupst Nathalie an danke das du mir hilfst. Was hast du nachher noch vor? Der Uhrzeiger steht bereits auf 19:00 Uhr.
Maximilian, würde ich wissen, was meine Abteilung macht, wäre ich nicht Ministerialrat; ich übersetzte zwischen Ministerialbürokratie und Fachbürokratie und was dass ist, ist wirklich für dich nicht wichtig und würdest du es verstehen, wäre es mehr beunruhigend den informativ ― kommen da auch Untertassen rein, weil es wird hier langsam eng; ich habe zwar nichts mehr für den Abend vor, aber einmal alles noch umräumen will ich auch nicht.
Er schaut sie an, dann die Untertassen. Heißt das, du sorgst dafür, dass der Tisch sauber bleibt, während alle anderen so tun, als hätten sie nichts verschüttet?
Was meinst du … ach wegen Untertassen … nein, ich bin nicht die Untertasse der Bundesregierung, wobei ― was willst du jetzt machen?
Einen warmen Kakao trinken und spazieren gehen?
Ich dachte, du willst hier dein Haus einrichten, und nicht? ― Du kannst mich auch einfach fragen, wenn du ein Date willst, das weisst du, oder?
Ich habe weder Zeit- noch Leistungsdruck. Das Haus steht morgen genauso hier, wie jetzt. Ab wann ist ein Treffen ein Date? Er zieht die Augenbraue hoch. Bitte um Differenzierung zwischen wir trinken ein Kakao und gehen spazieren zu wir haben ein Date.
Was sind dann deine Absichten, mit Kakao trinken und Spazieren gehen? Also neben der Tatsache, aus diesem Chaos für einen Moment raus zu kommen.