Niko hat Benni und Dorothea zu einem Gespräch ins Rathaus gebeten. Die Situation um den JC muss geklärt werden und die derzeit aufgeheizte Stimmung schadet so ganz langsam dem Frieden im Dorf. Er wartet in seinem Büro auf die Beiden
Niko hat Benni und Dorothea zu einem Gespräch ins Rathaus gebeten. Die Situation um den JC muss geklärt werden und die derzeit aufgeheizte Stimmung schadet so ganz langsam dem Frieden im Dorf. Er wartet in seinem Büro auf die Beiden
guckt ins Büro hallooo! Ich… Kann mir glaub ich denken um was es geht?
Ach ja…Niko tut überrascht
Wollen wir nicht direkt zum eigentlichen Thema kommen?
Ja gut also…Niko schaut auf einen Zettel und beginnt vor zu lesen Wir sind hier heute zusammen gekommen und diese beiden Personen in den Bund der Ehe…
Niko. Stop. Benni und ich haben nicht vor zu heiraten. Wir sind hier wegen dem Jugendclub.
Ach ja…sorry falscher Zettel…die Nacht war ein wenig kurz. Also eins kann ich euch sagen, wenn die Niederländer eins können, dann ist das saufen.
Also gut wegen dem Jugendclub. Euch ist sicherlich beiden klar das euer Verhalten am Dienstag Abend absolut das Gegenteil von Professionel war. Ich meine jetzt nicht mal das sich zwei Mädels auf dem Klo gegenseitig piercen wollten, dass kann tatsächlich passieren und das ihr mit aufs Klo geht kann ich von euch natürlich auch nicht erwarten.
Das die beiden es dann aber danach schaffen abzuhauen, nachdem die Eltern informiert wurden, dass sie sie abholen sollen und es auch so generell ein ziemliches Chaos mit Rettungsdienst, einem Cola-Automaten und ähnlichem gibt, das ist, wie ihr mir sicherlich bestätigen werdet, nicht unbedingt so wirklich gut gelaufen…
Ja, Dinge sind schiefgelaufen. Zwei Jugendliche haben bewusst Regeln gebrochen, sich selbst verletzt und sich anschließend dem Zugriff entzogen. Das ist nicht ein bisschen Chaos, das ist ein klassisches Eskalationsverhalten von Jugendlichen. Was du hier als unprofessionell bezeichnest, war in Wirklichkeit Krisenmanagement unter hoher Dynamik. Professionell heißt nicht, dass nichts passiert. Professionell heißt, angemessen zu handeln, wenn etwas passiert. Dass Jugendliche nach Information der Eltern flüchten, ist kein Beweis für mangelnde Aufsicht, sondern für deren eigene Überforderung und Angst vor Konsequenzen. Das weißt du genauso gut wie ich. Was ich nicht akzeptiere, ist die Unterstellung, wir hätten fahrlässig gehandelt oder Chaos produziert. Wir haben gehandelt, weil wir mussten. Und wir hätten fahrlässig gehandelt, wenn wir es nicht getan hätten. Wenn wir über Verbesserung sprechen wollen: über Strukturen, über mehr Personal, über klare Abläufe, dann bin ich die Erste, die sich mit dir an den Tisch setzt. Aber pauschale Schuldzuweisungen im Nachhinein helfen niemandem. Am allerwenigsten den Jugendlichen, um die es hier eigentlich gehen sollte.
Es geht mir gar nicht darum hier irgendwem die Schuld zu zu weisen. Ich wollte lediglich noch einmal kurz darstellen wie sich der Fall für mich darstellt und wie er sich als außenstehender anfühlt. Und zumindest auf den Nenner können wir uns einigen denke ich: Optimal gelaufen ist da zumindest nicht alles, wobei ich da auch meine Krisenkommunikation nicht rausnehmen will.
Weswegen ich euch auch eigentlich hier haben wollte: Zum einen ist eure Beurlaubung aufgehoben. Was aber nicht heißt, das der Jugendclub jetzt direkt wieder öffnet. Ich würde euch zum einem gerne bei zu einer Fortbildung anmelden in dem der Umgang mit herausfoderdernden Jugendlichen und Kinder geübt und trainiert wird. Zum andern würde ich euch gerne bitten euch das Konzept des Jugendclubs einmal anzusehen. Da gibt es doch sicherlich etwas was sich verbessern oder optimieren lässt
Benni und ich werden uns diesbezüglich auseinandersetzen und selbstverständlich an dem Kurs teilnehmen.
Also, das ist nicht gut gelaufen, das akzeptier ich. Aber nicht professionell gehandelt? Würd ich nicht unterschreiben. Das sind Situationen, für die es keine Anleitung gibt, wo du nach bestem Wissen und Gewissen handeln musst. Die haben nen ziemlich schlauen Fluchtplan gemacht. Wenn draussen ein Kind heult und ein Jugendlicher schreit dass du kommen musst weil was schlimmes passiert ist, hat das erst mal Priorität vor den Jugendlichen die gemütlich auf nem Stuhl sitzen…
Ja, das verstehe trotzdem wart ihr immer noch zweit da, bzw zu dritt. Freddy als Praktikant war ja auch noch vor Ort. Deswegen wäre es durchaus möglich gewesen die Siuation auch anders zu lösen, zumal ja Charlotte wohl auch als Außreisserin ein bisschen Erfahrung hat, wenn ich der Mutter glaube darf.
Wäre möglich gewesen, ja. Hätten wir wohl gemacht, wenn wir alle Information gehabt hätten die wir jetzt im Nachhinein haben. Aber das hatten wir in dem Moment nicht. Basierend auf der Information die wir in dem Moment hatten war da irgendein Notfall, der volle Aufmerksamkeit erfordert…
Dorothea nickt und sieht Niko fast schon fordernd an.