Lieber Bürgermeister,
Heute, am allerersten Tag nach der Schließung des Jugendclubs, ist ein Teenager mit einem Kind auf ein Windrad geklettert. Nicht auf einen Baum. Nicht auf ein Garagendach. Auf ein Windrad. Rund 150 Meter hoch. Glatte Metallleiter. Wind. Eis. Kein Geländer, kein Sicherungsgurt, keine Fachkräfte. Ein falscher Schritt. Ein nasser Stiefel. Ein Moment Panik. Und dann bedeutet das: den sofortigen Tod.
Ich will, dass dir klar wird, was hier beinahe passiert ist: Ein Kind hätte vor unseren Augen abstürzen können. Ein Jugendlicher hätte damit leben müssen, ein Leben verloren zu haben. Familien wären zerbrochen. Eine ganze Dorfgemeinschaft traumatisiert. Und wofür? Weil du ihnen gerade den einzigen Ort genommen hast, an dem Erwachsene hinschauen, begleiten, Grenzen erklären und auffangen. Jugendliche suchen Risiko. Das ist normal. Aber ohne sichere Orte kippt dieses Risiko in Lebensgefahr.
Du hast den Jugendclub geschlossen: abrupt, öffentlich und beschämend. Ohne Gespräch. Ohne Plan. Ohne Auffangangebot. Und sofort passiert etwas, das hätte tödlich enden können.
Ich kritisiere nicht, um dir das Leben schwer zu machen. Ich schreibe, weil ich heute ernsthaft Angst hatte, ein Kind zu verlieren. Und diese Angst werde ich nicht kleinreden. Bitte übernimm Verantwortung. Nicht morgen. Nicht nach Prüfung der Sachlage. Jetzt.
Dorothea Sonnentau


Bea… Niemand sitzt hier rum und tut nichts. Die Polizei sucht. Die Nachbarn halten die Augen offen. Alle helfen mit. Die Schließung vom Jugendclub löst nichts, aber jetzt geht es zuerst darum, dass Karla und Charlotte sicher nach Hause kommen. Lass uns gemeinsam daran arbeiten, nicht gegeneinander.
Du willst mkr helfen?😵💫😵💫 alle anderen haben mich den gesamten morgen ignoriert 😓😓
Ja, Bea. Ich will dir helfen. Und es tut mir leid, wenn du dich heute Morgen allein gefühlt hast, so sollte das nicht sein. Wenn ich etwas höre, melde ich mich sofort bei dir, versprochen.
Danke😓😓🌷
Aber das ist doch selbstverständlich