Hallo meine lieben Sonnen,
heute ist Silvester und ich freue mich wirklich von Herzen darauf, euch später auf dem Recyclinghof zu sehen, gemeinsam zu lachen, zu tanzen, Geschichten zu erzählen und das alte Jahr zu verabschieden. Es ist so schön, dass wir diese Zeit miteinander teilen können.
Ich habe aber zwei Bitten an euch, aus Liebe zu unserem Dorf:
Bitte denkt an unsere Tiere. Tiere erleben Feuerwerk nicht als Feier, sondern als Bedrohung. Sie haben keine Möglichkeit, es einzuordnen. Der Körper reagiert automatisch mit Stress, Flucht und Verstecken. Auch Haustiere können in Panik geraten und weglaufen, wenn eine Tür offen steht. Darum meine Bitte: Wenn ihr böllert, dann bewusst und begrenzt. Lieber ein klarer, kurzer Zeitpunkt als ständiges Knallen über Stunden hinweg. Und wenn möglich an einem festen Ort, wie dem Recyclinghof, statt überall im Dorf.
Und bitte denkt an die Kinder. Kinder fühlen sich sicher, wenn sie wissen: Einer meiner Eltern ist wach, klar und ansprechbar. Wenn jedoch beide Eltern stark trinken, kippt die Stimmung schnell. Kinder merken sofort, dass niemand mehr richtig Verantwortung übernimmt und das macht Angst, auch wenn sie es nicht sagen. Darum meine Bitte: In jeder Familie sollte mindestens ein Elternteil nüchtern bleiben. Nicht aus Strenge, sondern aus Fürsorge. Damit jemand da ist, der ruhig bleibt, trösten kann, die Familie nach Hause fährt und dem das Kind vertrauen kann.
Feiern und Rücksicht: das widerspricht sich nicht. Im Gegenteil: Es macht den Abend nur schöner.
Lasst uns heute mit Freude, Wärme und Achtsamkeit ins neue Jahr starten. Ich freue mich auf euch und wünsche euch einen lichtvollen, sicheren Silvesterabend.


Ach Dorothea🤭🤭🤪meine Kinder sind doch mittlerweile an dich gewöhnt 🤭🤭🤪 da kann ich auch etwas trinken 🤪🤪🤪
Nein, heute nicht. Ich habe heute frei und jede Familie kümmert sich bitte selbst um ihre Kinder.
Dann wird es meinen Kindern an einem Abend auch nicht schaden 🤪🤪🤪
Dorothea bleibt einen Moment still, schließt kurz die Augen und seufzt leise. Eigentlich wollte sie heute wirklich frei haben: feiern, tanzen, einfach nur Dorothea sein. Aber als sie Beas Worte liest, spürt sie dieses Verantwortungsgefühl, das sich bei ihr immer meldet, wenn Kinder im Spiel sind. Mit einem ruhigen, fast resignierten Atemzug holt Dorothea eine große Tasche und beginnt sie für den Abend auf dem Recyclinghof zu packen: ein paar dicke Decken für die Babys, Windeln, Feuchttücher, Ersatzstrampler, leise Beschäftigung für die Teenager, etwas Obst und eine Thermoskanne Tee. Dann tippt sie noch eine Nachricht an Bea: Nur als gut gemeinter Tipp: Falls Sepp und du weitere Kinder plant, ist es immer gut, den eigenen Körper möglichst gesund zu halten Alkohol gehört da eher nicht dazu.
Man wird dich einmal groß Feiern dürfen 😵💫😵💫😵💫 und mit Kinder zeugen hâtte ich nie ein Problem 🤭🤭
Bea, feiern dürfen wir alle und du natürlich auch. Ich wollte nur sagen: Wenn du wirklich bald ein Baby willst, dann ist es gut, wenn dein Körper davor möglichst gesund bleibt.
Ach Doro🤭🤭🤭 sei doch auch mal ein bisschen locker 🤭🤪
Dorothea wollte tatsächlich locker sein. Sie hatte sich vorgenommen, heute nicht alles zu kontrollieren, einfach mitzufeiern, loszulassen. Doch als Bea und Marianne so deutlich machten, dass sie sich um ihre eigenen Kinder heute kaum kümmern würden, spürte Dorothea, wurden ihre Pläne durchkreuzt.