Kurz nach Einbruch der Dunkelheit schaltet Niko die Zeltbeleuchtung ein. Das beheizte Festzelt beginnt über den Marktplatz zu strahlen, warmes Licht fällt auf das nasse Kopfsteinpflaster. Gemeindearbeiter und ein paar Lübben haben es extra heute über Tag noch aufgebaut, gegen zwei Tage Sonderurlaub, die Niko ihnen dafür zusagen musste.
Das Fass Freibier ist bereits angeschlagen, im Kühlschrank warten mehrere Kisten Spezi auf die Gäste. Daneben dampft ein Elektrokocher mit Glühwein, der bei der Weihnachtsfeier der Gemeindeverwaltung übrig geblieben ist.
Aus den Boxen läuft Musik, erst zurückhaltend, fast prüfend. Die Tanzfläche liegt noch leer da, der Boden sauber gefegt, als würde er den ersten Schritt kaum erwarten. Draußen bleiben Passanten stehen, schauen neugierig ins Zelt, ziehen die Jacken enger und einer nach dem anderen entscheidet sich, doch noch kurz reinzugehen. Der Abend kann beginnen.


Hömma dann Ma Prost, wonnich?
Stößt mit Dorothea an
War echt n töfte Abend gestern.
Aus der Anlage tönt “Surfing Bird”. Kalle springt auf und verbeugt sich
Hömma darfich bitten?
Kalle… wie schön. Mich hat lange niemand mehr zum Tanzen aufgefordert. Dorothe stellt ihr Glas beiseite und richtet sich auf. Ja. Sehr gern. Sie legt ihre Hand in seine. Schön, dass du fragst.