Kurz nach Einbruch der Dunkelheit schaltet Niko die Zeltbeleuchtung ein. Das beheizte Festzelt beginnt über den Marktplatz zu strahlen, warmes Licht fällt auf das nasse Kopfsteinpflaster. Gemeindearbeiter und ein paar Lübben haben es extra heute über Tag noch aufgebaut, gegen zwei Tage Sonderurlaub, die Niko ihnen dafür zusagen musste.
Das Fass Freibier ist bereits angeschlagen, im Kühlschrank warten mehrere Kisten Spezi auf die Gäste. Daneben dampft ein Elektrokocher mit Glühwein, der bei der Weihnachtsfeier der Gemeindeverwaltung übrig geblieben ist.
Aus den Boxen läuft Musik, erst zurückhaltend, fast prüfend. Die Tanzfläche liegt noch leer da, der Boden sauber gefegt, als würde er den ersten Schritt kaum erwarten. Draußen bleiben Passanten stehen, schauen neugierig ins Zelt, ziehen die Jacken enger und einer nach dem anderen entscheidet sich, doch noch kurz reinzugehen. Der Abend kann beginnen.


Dann bin ich froh, dass es zumindest sonst gut geht. Der Körper braucht manchmal länger, bis er wieder Vertrauen fasst.