Vorbei an vielen Reihen Schreibtischen nimmt sich die junge Frau ein Bier aus dem Kühlschrank in ihrem Stockwerk des Großraumbüros. Ihr Hund Killi läuft schwanzwedelnd neben ihr her und folgt ihr in den Aufzug, der mit bunten Comicsymbolen verziert ist. Anni verlässt das vierstöckige Gebäude mit der edlen Glasfassade und schlendert die Straße entlang Richtung Hafen, während sie das Bier gekonnt mit dem Feuerzeug öffnet und einen tiefen Schluck nimmt.
Komm, Killi. Erstmal kurz abschalten.
Sie setzt sich auf die Hafentreppe und versucht den nervigen, viel zu langen Arbeitstag in der Werbeagentur mit dem Alkohol herunterzuspülen, während sie in die Ferne schaut.


Ein Mann schlendert durchs Hafenviertel und scheint bereits genug getrunken zu haben. Er taumelt übers Hafengelände mit einer Fahne,die man gefühlt 5km gegen den Wind riecht. Der Mann brabbelt irgendwas vor sich her,was man nur unter größter Anstrengung versteht.
Anni sieht dem Mann hinterher. Solange hier nicht regungslos auf dem Boden gelegen wird, ist kein Krankenwagen angebracht.
Der Mann geht gefährlich nah an die Hafenkante ran und scheint das erstmal nicht zu bemerken.
Anni beobachtet den Mann weiter. He! Vorsichtig da, da ist Wasser!
Wäh? Scheint die Frau nicht wirklich verstanden zu haben,aber zumindest dreht er sich jetztin ihre Richtung
Komm mal drei Schritte vom Kai weg! Ist gefährlich da
Hört sie nur schlecht und schwankt deshalb auf sie zu. Kurz danach kippt er um und bleibt erstmal auf dem Boden liegen. Zumindest ist er nicht in den Pier gefallen.