Die Mittagssonne hat sich schon begonnen wieder zu senken, als Cylla den Stoffwechsel betritt. Nachdem sie die Tür umsichtig aber schnell wieder geschlossen hat, immerhin ist es drinnen immer noch kühler als draußen. Während Scylla noch ihre Sonnenbrille auszieht und auf ihre Uhr sieht, können die spärlichen Anwesenden im Laden schon einmal ihre etwas untypische Kleidung betrachten:
Wie als sei es gar nicht warm, trägt sie einen Wollanzug in off-white mit doppelter Knopfleiste, wobei sie ihre Krawatte etwas gelöst hat, so dass ihr Hemdkragen etwas offen ist. Trotzdem, keine Schweißperle ist zu sehen, wie als wäre sie in ihren Lederschuhen durch einen milden Märztag gelaufen und nicht durch eine Hitzewelle des Junis.
Etwas unschlüssig blickt sie sich jetzt um, nachdem sich ihre Augen an die relative Dunkelheit des Ladens gewöhnt haben: Entshuldigung, ich bin hir richtig, wenn ich ainæ Shneiderai suchæ. Ich wɯrdæ ainæ Auftragsarbait gebæn wollæn.


Im besten Teenager-Ironie: da wäre ich ja gar nicht darauf gekommen, ich war ja vorhin nur im Lager um die Auslage an Wintermänteln nachzufüllen!
Gespielt genervt Ach deswejen musst isch solange wachten. Na na na,nisch datte Chefin dat mitkrischt. Patrick wedelt scherzhaft mit dem Zeigefinger.
Findet es gar nicht so lustig, legt aber trotzdem nach: Ich glaube, morgen muss ich meinen Vater mit auf Arbeit nehmen, ohne einen Vierzigjährigen Mann der mir sagt, was ich machen soll, bin ich ja ganz dumm!
Dann mach dat,lern isch den auch ma kenn’n. Jehn wa im Anschluss ein saufen.
Wirft einen flüchtigen Blick auf die Uhr.
Jut,isch muss dann mal,ne. Bis die Tare.
Cedi ist sich leicht unsicher, ob er die Ironie verstanden hat und lächelt einfach bis er gegangen ist.
Verschwindet schnell wieder. Hoffentlich bekommen die erst übermorgen wieder Päckchen,die nehmen leider oft viel zu viel Platz weg.
Cedi hätte fast nach gewinkt, dann merkt sie aber, wie creepy das wäre und lässt es dann.