Die Regeln scheinen sich verschärft zu haben, Anni ist wieder im Spiel und ob sie überhaupt noch ein Team hat, weiß sie ehrlich gesagt nicht so recht. Ihr Vorteil: sie kennt den Wald gut. Während es langsam dunkel wird, fängt Anni an, leise und heimlich kleine Stolperlöcher auszuheben. Nicht so tief, dass wirklich ein Fuß bricht (/un kein Fuß bricht!), aber doch so, dass unaufmerksame Spielende vielleicht das Gleichgewicht verlieren. Sie legt sich in der Nähe der Löcher auf die Lauer.


Stacy hält großen Abstand zu Annis Stolperfallen (sie hat schon einige fallen gesehen) und bewegt sich langsam durch den Wald, setzt jeden Schritt bewusst und leise. Die Müdigkeit zieht schwer an ihr, der Tag war lang. Schließlich entdeckt sie eine kleine Kuhle im Boden. Sie lässt sich hinein sinken und zieht eine große, abgeblätterte Baumrinde über sich, die sie zuvor gefunden hat. Für diese Nacht sollte das als Versteck reichen.
Stacy spürt winzig kleine Bewegungen im Halsbereich des Hoodies, den sie mittlerweile anhat. Wie in jeder abgeblätterten Baumrinde wohnen auch hier viele kleine Bewohner des Waldes.
Stacy zuckt erschrocken zusammen, als sie die Käfer entdeckt. Hastig reißt sie sich den Hoodie vom Körper und stolpert ein paar Schritte rückwärts, bevor sie losrennt. Sie presst die Lippen aufeinander, um nicht loszuschreien. Dann bleibt sie stehen. Für einen Moment steht sie einfach da, überfordert, ohne Hoodie und ohne sicheren Schlafplatz. Dann zwingt sie sich nachzudenken. Es gibt nur eine sinnvolle Option: zurück ins Dorf. Nach Hause. Dorthin, wo sie geschützt ist.