Patricks Wagen kommt in der trostlosen Kölner Innenstadt zum stehen. Vor ein paar Monaten lebte in diesem Viertel noch die Oberschicht Kölns,viele Prominente und wichtige Personen. Jetzt ist dieser Ort verlassen. Fast. Diese Häuser wurden geplündert,ihre Bewohner erschlagen oder vertrieben,wenn die Atombomben sie nicht dahingerafft haben. Die wenigen,die jetzt noch übrig sind,werden sich nicht mehr von allen anderen Überlebenden unterscheiden.
Ironisch irgendwie,denkt Patrick. Da haben sie all die Jahre damit verbracht Reichtümer anzuhäufen und auf die gemeinen Bürger herabzuschauen und jetzt ist all ihr Reichtum,ihre Goldketten und Immobilienfonds,ihre Häuser und dicken Autos,all das ist nichts mehr wert. Es gibt keine Reichen mehr. Zumindest nicht hier.

Patrick wischt diese Gedanken weg. Wen interessiert schon die Vergangenheit? Alles was nun zählt ist fressen oder gefressen werden.
Er schnappt sich sein Gewehr vom Beifahrersitz und geht hinter seinem Wagen in Deckung. In diesem Augenblick hat er nur ein Ziel vor Augen: Das rote Haus zu seiner linken in seinen Besitz zu bringen. Sicher wurde es schon geplündert,aber Patrick will sich die Hoffnung nicht nehmen lassen. Dort wird er Infos finden,es muss dort Infos geben,bittee. Patrick schaut das Haus genau an,versucht auf versteckte Fallen oder Plünderer zu achten.
Dort oben im Dachfenster meint er etwas gesehen zu haben. Er legt das Gewehr an,für einen kurzen Moment herrscht eine unheimliche Ruhe. Patrick ist kurz davor abzudrücken,da erkennt er plötzlich genau,was sich da bewegt hat. Ein kleiner gelber Stern,aus Papier gefalten,weht aus dem Fenster
Bilder schießen durch seinen Kopf. Von einem jungen Mädchen. Von besseren Tagen. Ein kleines Mädchen von gerademal 5 Jahren lächelt ihn an und rennt auf ihn zu,in einer Hand,den gelben Stern. „Den hab is für dich gemacht“,sagt das Mädchen und umarmt ihn. Lotti.
Patricks stimme bebt vor Qual,als er ihren Namen ausspricht. Seit dem Ereignis fehlt jede Spur von ihr,ganz gleich,wie ernergisch er auch nach ihr gesucht hat. Patrick hat seitdem kein Auge mehr zubekommen,nur spärlich gegessen. Alle Gedanken galten der beinahe unmöglichen Hoffnung,wieder mit seiner Tochter vereint zu sein. So zog er durchs Land,hat Informationen für Essen getauscht,hat sich einen kalten,unnachgiebigen Ruf gemacht.
Patricks Blick schwingt von Trauer in Wut um. Wut auf seine Ex-Frau,dass sie der Grund ist,warum Lotti jetzt nicht bei ihm ist. Warum musste sie ihm seine Tochter entreißen? Wut auf die Regierungen,die doch überhaupt an allem Schuld waren,aber vorallem wütend auf sich selbst. Wie konnte man nur solch ein Versager sein,dass die eigene Tocher sich in den Zug setzt und davon fährt,nur wegen eines dummen Streits!
Vorsichtig schleicht er sich an das Haus an. Niemand scheint ihn gesehen zu haben. Niemand scheint da zu sein. Hoffentlich. Schnell,aber vorsichtig begibt er sich zum Wohnzimmerfenster,oder dem,was davon noch übrig ist,denn von den meisten Fenstern blieben nur noch Scherben.
Das Gewehr im Anschlag,klettert er durchs Fenster. Alles ist ruhig. Nur das Geräusch von Sohlen auf Scherben. Langsam schleicht er durch das Wohnzimmer,über den eleganten Teppich,vorbei an hässlichen Bildern und alten Bücherregalen.
Patrick muss zurück an das Manöver damals denken.
Sein erstes Mal Häuserkampf. Wie furchtlos und naiv er damals war. Und es hatte ihn gekostet. Aber das ist Vergangenheit und Patrick hat aus seinen Fehlern gelernt.
Konzentriert geht er die Treppe hoch,sichert jeden Raum,aber dort ist niemand. Nur die Möbel zeugen davon,dass hier mal jemand gewohnt hat.
Patrick geht weiter die Treppe hoch. Dort,am Ende des Flurs auf der rechten Seite befindet sich eine offene weiße Tür mit einigen Aufklebern,darunter das Eiserne Kreuz und ein Stern der US-Army,der von einem Adler gehalten wird,sowie das Logo einer Bonzenschule . Patrick erkennt sofort,wem dieses Zimmer gehört. Alle Vorsicht aus dem Wind werfend,stürmt er in Lottis Zimmer.
Doch auch hier findet er wieder nur leere vor.
Ein kühles Zimmer ohne Leben,welches bis vor ein paar Monaten seine Tochter noch ihr eigen nannte.
Und jetzt ist sie weg. Spurlos verschwunden,als hätte sie sich just in dieser Sekunde in Luft aufgelöst und ihr Zimmer so verlassen,wie es jetzt gerade ist.
Patrick schaut sich im Zimmer um und entdeckt Lottis Tagebuch.
Eine ungeheure Traurigkeit überkommt ihn.
Er will nicht,dass sie fort ist. Der Gedanke daran schmerzt tief in seiner Brust. Es tut so weh,verdammt es tut so weh. Eine Träne kullert seine Wange herunter. Patrick malt sich aus,wie sie am Schreibtisch sitzt und in ihrem Tagebuch schreibt,voll konzentriert,aber tiefenentspannt,wie sonst auch,wenn sie bei ihm Zuhause am Küchentisch saß und Hausaufgaben machte. Er will nicht dass diese Erinnerungen verblasse,sie sind das Einzige,was er noch von ihr hat. Vorsichtig legt er das Tagebuch auf die Lehne der Couch. Patrick sitzt auf ihrem Sofa und ringt furchtbar darum,nicht zu weinen. Bitte komm zurück.
In seinem Kopf hört er ein Klopfen an der Tür,er stellt sich vor,Lotti würde gerade reinkommen,ihn begrüßen und alles wäre wieder in Ordnung. Doch als er ihre Hand nehmen möchte,zerfällt sie plötzlich vor ihm zu Asche,die Welt wird wieder finster. Nein…Nein…Komm zurück,bitte. Heiße Tränen kullern sein Gesicht runter. Patrick fängt an zu weinen,bitterlich an zu weinen. Er weint Tränen,von denen er glaubt,dass sie nie versiegen werden.
Er hört wie das Tagebuch zu Boden fällt. Durch verheulte Augen kann er einen Zettel erkennen,der jetzt einige Zentimeter neben dem Tagebuch liegt. Patrick braucht mehrere Anläufe sich aus seiner Trauer zu befreien,der Schmerz sitzt einfach noch zu tief. Nach einer Weile,wischt er sich die Tränen aus dem Gesicht,schuckt seinen Kummer so gut er kann runter und hebt den Zettel auf.
Doch eines ist ungewöhnlich. Ja,der Zettel ist in Lottis Handschrit,aber er ist komplett auf Englisch. Patrick liest den Zettel mehrmals und versucht sich dabei so gut es geht an seine brüchigen Englischkenntnisse aus der Schule zu erinnern,aber es gelingt ihm leider nur einige Wenige Wörter zu entschlüsseln. Leider wird er hierfür Hilfe brauchen.
Auf dem Zettel steht: Im sorry Mom,but i cant do this anymore. I need to go my own way and ill start where it all began,where our lifes together started. I love you but i need to start my own life. Your little Star
/un,sorry für den halben Roman,den ich hier veröffentlicht habe

Das US-Army Logo mein ich
/un Habs sehr genossen das zu lesen(auch wenn dein Schreibstil an manchen Stellen etwas ausbaufähig ist),bitte mehr davon
Ich danke dir
Kritik bitte nur per MailMorgen hau ich villeicht noch so nen Post raus,also freu dich drauf


