Die Bomben kamen ohne Vorwarnung. Flugzeuge rissen das Dorf aus dem Schlaf, helles Aufblitzen am Horizont, und dann war alles anders. Die Städte standen in Flammen, die Infrastruktur brach über Nacht zusammen, und was einst Zivilisation war, verdampfte in Wolken aus Asche und Verzweiflung. Diese Nacht, die alles veränderte, ist nun einige Monate her. Handynetz, Strom aus der Steckdose und fliessendes Wasser sind nicht zurückgekommen. Und wer eigentlich zuerst das rote Knöpfchen gedrückt hat, weiss in Hausen niemand so genau.

Die kleinen Dörfer - diese verschlafenen Orte, über die sich früher niemand Gedanken gemacht hat - sie sind das, was übrig bleibt. Hier, zwischen alten Häuschen und zugewachsenen Feldern, hier wird überlebt. Weit genug von den Bombenkratern entfernt, dass die Geigerzähler nur müde rumklicken. Vertraut genug, dass Manche sich zusammengeschlossen haben und sich gegenseitig helfen. Aber nicht alle haben diesen friedlichen Weg gewählt. Und nicht alle haben sich durchgebissen.

Jetzt, in dieser neuen Realität, zählen die Dinge, die früher selbstverständlich schienen. Ein Schluck sauberes Wasser. Eine Dose Ravioli. Eine Batterie. Und vor Allem eins: Menschen, denen man vertrauen kann. Das Dorf hat seine eigenen Regeln. Geschrieben in Rauch, Blut und den Blicken derer, die alles verloren haben und trotzdem nicht aufgeben.

Willkommen in Hausen. Willkommen nach dem Ende.