Quasi pünktlich um vier Uhr, auch Beamten kommen nicht immer pünktlich aus dem Homeoffice, stehen Nathalie und Franzi vor dem Stoffwechsel um lebenden Schaufensterpuppen für Stacys zu werden.
Die Erwartungen und Hoffnungen sind gemischt, bei Nathalie geht es mehr zu Sorgen, dass Stacy es zu Y2K werden lässt, bei Franzi geht es mehr um die Routenplanung des Overnight-Cyclings-Trips, den Nathalie mit ihr für die Teilnahme (kein Minirock oder Denim) unternehmen will.


Ich will nur die Varietät in den Texturen haben … ?
Hm. Schön. Fangen wir an!! Sie nimmt etwas Bronzer auf einen großen Pinsel und fährt damit über Franzis Wangenknochen, die Schläfen und ganz leicht über den Nasenrücken. Danach tupft sie einen schimmernden Highlighter auf die höchsten Punkte der Wangen und zieht einen kleinen Streifen über den Nasenrücken. Augen schließen, bitte!!
Franzi ist es schon jetzt zu viel Farbe, traut sich aber nicht ganz, zu wiedersprechen und macht einfach die Augen zu und denkt an ihre nächste Uni-Hausarbeit.
Stacy greift nach einer Palette mit schimmernden Tönen und tippt mit dem Finger auf einen hellen, frostigen Silberton. Mit einem flachen Pinsel trägt sie den silbrigen Lidschatten auf Franzis bewegliches Lid auf. Danach nimmt sie einen etwas dunkleren, grauen Ton und arbeitet ihn leicht in die Lidfalte ein, damit die Augen etwas mehr Tiefe bekommen. Mit schnellen Bewegungen verblendet sie alles weich. Stacy greift nach dem Eyeliner und zieht einen dünnen Wing am äußeren Augenwinkel. Augen auf!! Ein paar Sekunden später tuscht sie Franzis Wimpern, bis sie richtig dicht wirken. Dann umrundet sie Franzis Lippen leicht mit einem Lipliner und trägt einen glänzenden, hellen Gloss darüber. Stacy tritt einen Schritt zurück, nimmt noch einen Schluck von ihrem Vodka-E und nickt zufrieden. Slaaaaaayyyy!! Machen wir jetzt die Haare?!
Ähm … reicht dass nicht schon? ,Franzi ist es etwas unangenehm, dass sie es auf eine spezielle Weise cool findet, dass sie sich nicht mehr ganz im Spiegel erkennt. Und, bei meinem Haar kann man doch eh nicht viel machen?
Stacy stellt sich hinter Franzi und fährt mit den Fingern durch ihr Haar. Hm. Warte kurz. Stacy holt eine Sprühflasche von einem anderen Tisch. Mit ein paar Sprühstößen befeuchtet sie Franzis Haare leicht, gerade so viel, dass die Strähnen ein bisschen feucht werden. Sie fährt mit den Fingern durch die leicht nassen Haare und nimmt dann eine Rundbürste. Bei kurzen Haaren muss man ein bisschen tricksen. Aber das kriegen wir hin!!
^Muss wirklich nicht sein …^
Doch, doch!! Stacy steckt den Föhn ein und schaltet ihn ein. Sie zieht die Bürste nach unten durch das Haar und dreht die Spitzen dann nach außen, während warme Luft darüberströmt. Die Spitzen biegen sich langsam nach außen, wodurch die Frisur sofort mehr Bewegung bekommt. Stacy wiederholt die Bewegung rund um Franzis Kopf, bis die kurzen Haare locker und schwungvoll fallen. Zum Schluss fährt sie mit den Fingern durch die Frisur, lockert alles etwas auf und sprüht einen Hauch Haarspray darüber. Siehst du?! Stacy grinst zufrieden. Sieht doch mega aus?!
Ähm … Franzi ist mit ihrer Helmfrisur eigentlich immer zufrieden gewesen, ja, so für den Abend ganz gut?