Genüsslich nehmen Nathalies Sinne den Kaffee war, wie er erst langsam zischt, dann kurz brodelt, bis sie das Gas zum ersticken bringt und ihn in ihre Milch gießt. Samt Cappuccino, der zweite Kaffee am Tag muss kein Espresso sein, setzt sie sich auf die Bank draußen neben der Küchentür und blickt in den Garten.

Franzis Dachs, wie auch immer sie ihn noch einmal nennt, scheint wieder wach zu sein, natürlich hat Nathalie ihn selbst nur zwei mal Nachts gesehen, aber wenn man seine Spuren kennt, weis man, wann er wieder aktiv ist und der Kompost sieht etwas frischer bestückt als sie sich meint zu erinnern.

Warum sollte er auch nicht wieder erwacht sein, es ist Frühling, die ersten Wildblumen sind schon am verblühen auf dem Rasen, das Unkraut in den alten Beeten beginnt zu wuchern, die Knospen der Kastanie sind schon zu sehen, vielleicht wird dieses Jahr ja Mast und die Rosen zeigen jetzt auch schon etwas mehr als Dornen. Dahinter sind die Füchse gerade beim aushängen ― Nathalie sieht noch einmal durch den Busch, ja die Füchse sind am aushängen.

Franzi?! ,Nathalies Stimme verklingt in der Küche und erreicht noch nicht einmal den Flur.

Franzi, kommst du mal her?! ,der Hall ihres Namens erreicht ihre Tür, ohne, dass Nathalie etwas von dahinter hört.

FRANZI ! ,ein kleines klappern ist zu hören, Nathalie hat sie wohl entweder geweckt, oder Franzi findet ihre Kleidung von gestern nicht.

FRANZI, HAST DU DIE FÜCHSE JETZT EIGENTLICH KASTRIERT?! ,die Laute aus Franzis Zimmer werden lauter, aber als sie endlich in den Garten gelaufen kommt, sieht Nathalie die Antwort schon längst in ihrem Gesicht.