Ich zitiere:

Es ist ein wahrlich ungewöhnlicher Ort, um Entspannung zu suchen. In der Kläranlage Bülach ist über zwanzig Jahre lang ein nicht öffentlicher Wellnessbereich für einen «exklusiven Teil» der Mitarbeiter betrieben worden – mit Sauna, Dusche, Badewanne, Fitnessgeräten, Liegestühlen und Deko-Palmen. Pikant daran ist: Das Mini-Spa im Untergeschoss des Aufenthaltsgebäudes für Mitarbeitende war quasi geheim. Wer es eingebaut, bezahlt und unterhalten hat, lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen.

Laut dem Bericht wurde die Sauna in der Kläranlage um das Jahr 2000 herum eingebaut – durch «Eigenpersonal» und ausserhalb der Arbeitszeiten. Das dafür benötigte Material sowie allfällige Einrichtungen und Reparaturen sollen privat beschafft und bezahlt worden sein. Die Sauna sei als Sponsoringbeitrag durch externe Firmen bereitgestellt worden. Bauprotokolle dazu wurden keine gefunden, jedoch ein Elektroanschluss «Sauna» auf einem Plan. Laut der GPK wusste die damalige Baukommission von der Anlage.

Die Geschäftsprüfungskommission kritisiert in ihrem Bericht, wie Verwaltung und Stadtrat mit der Wellnessanlage umgingen: Sie ist der Meinung, dass die Öffentlichkeit zumindest über die Sauna zu informieren gewesen wäre. Für die Kommission ist es unverständlich, dass die Mitarbeitenden, die von der Sauna wussten, diese als «praktisch integrierten Lohnbestandteil» betrachtet hätten. […] «Dass es offensichtlich selbstverständlich scheint, dass eine Sauna existiert und dass diese – zu welchen Zeiten auch immer – benutzt werden kann auf Kosten der Steuerzahler und der Anschlussgemeinden, zeugt heutzutage von einem absolut verzerrten Bild über Rechtmässigkeit und von fehlendem Anstand.»

  • MinR Nathalie F. BrunningOP
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    1 month ago

    Im Zitierten Artikel wird auf einen anderen verwiesen, zwar ohne Dekopalme, dafür mit:

    … einen Kleinzoo mit Emus: Auf einem stillgelegten Klärwerk ausserhalb der Stadt siedelt ERZ (Entsorgung und Recycling Zürich) die straussenähnliche Laufvogelart an, auf Geheiss des Direktors. Ab 2012 kümmern sich dort Mitarbeiter nicht nur ums Abwasser, sondern auch um eine korrekte Tierhaltung.

    Und das war nur ein Grund, warum plötzlich Abrechnungen für 15M Franken fehlten! Wenn es jetzt noch einen Fall (in der Schweiz) gäbe, würde ich vorschlagen, Klärspiralen einfach als “Wasserkarusell” umzulabeln.

    • You@feddit.org
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      1 month ago

      Kein Skandal, obwohl ich die “Anreise” aus dem heutigen Blickwinkel auch nicht toll finde, aber es gibt da auch Theophil… a im Wasserwerk Colbitz.

      • MinR Nathalie F. BrunningOP
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        1 month ago

        Sorry, aber was?! Immerhin weiss ich jetzt, egal was ich den Abfluss runterspüle, es wird vermutlich nicht das weirdeste sein, was die Kläranlage so sieht.