Vorsichtig trägt Nathalie die letzten Gläser nach oben ― die Kellertreppe kann immer etwas glitschig sein: Draußen ist es dunkel geworden, die Füchse werden heute schon einmal daran erinnert, dass sie Gartenfüchse sind, zu viel Angst hat Nathalie & Franzi doch, dass sie in die Scherben von Jemanden treten oder zu stark gefüttert werden.

Im Ofen schmort immer noch Franzis Familienrezept der normanischen Kutteln, Nathalie hat sich ja Verhältnismäßig einfach, für belgische Pommes Frittes entschieden, aber es war ja Franzi mit der Idee der geheimen Völlerei, da kann sie gerne auch etwas übertreiben.

Nathalie nimmt sich eines der Gläser, gießt sich etwas des Calvados von der Anrichte ein und setzt sich ins Wohnzimmer. Etwas ist sie gespannt, ob überhaupt ein Gast den Weg zu ihnen findet, immerhin hatte Franzi extra weder Addresse noch Zeit auf den Flyer geschrieben, “es ist ja auch Secret Mardi Gras, dass muss man schon erst finden!”, aber gleichzeitg ― irgendwie hätte Nathalie kein Problem, nur mit Franzi den Abend zu verbringen ― auch, wenn das bedeuten würde, dass sie Franzis neuster Leidenschaft für Curling fröhnen müssten.