Leicht knarzen Nathalies Stiefel auf dem in der Nacht frisch gefallen Schnee: Etwas übermüdet, aber fröhlich läuft sie durch das Dorf zu Maximilian für seinen “Ortstermin”. Ihr beiger Mantel zappelt leicht im Wind an ihrer Figur, doch darunter hält sie ein Pullover, mit hervorlugender Blouse, eine wollene Anzughose und ein bestickter Schal sie warm. Leicht bereut sie es dann doch, keine Handschuhe mitgenommen zu haben, doch da ist sie schon in seiner Straße und klingelt pünktlich fünf Minuten vor Terminbeginn an seiner Tür.


Nathalie verkneift sich das Kommentar, und legt sich jetzt ohne warmen Bauch neben ihn. Dann wollen wir einmal den Film beginnen?
Alexa starte den Film. Maximilian schläft noch während dem Intro ein.
Auch wenn sie anderweitiges angekündigt hat, lässt Nathalie den Film weiterlaufen, auch wenn die Handlung für sie doch sehr vorhersehbar wirkt. Das einzige, was sie stört, ist Maximilians schlafender Körper, der irgendwie jegliche Wärme von ihr zu ziehen scheint. Erst rutscht sie etwas weg, dann steht sie auf und setzt sich mit einer anderen Decke in den Sessel daneben ― viel besser, sodass sie von hier den restlichen Film sieht.
Als Maximilian wieder aufwacht ist Nathalie weg.
Kaum ist Nathalie zu Hause gewesen, hat sie alle kalten Sachen ausgezogen, geduscht bis der Gasboiler leer war und sich dann mit einer Decke auf ihrem Sofa eingelümmelt. Einen Fuchs noch statt einer Wärmflasche auf dem Bauch, ein Tee von Franzi die gerade vom Training nach Hause kommt und ihr ist zum ersten Mal am Tag wirklich warm.