Leicht knarzen Nathalies Stiefel auf dem in der Nacht frisch gefallen Schnee: Etwas übermüdet, aber fröhlich läuft sie durch das Dorf zu Maximilian für seinen “Ortstermin”. Ihr beiger Mantel zappelt leicht im Wind an ihrer Figur, doch darunter hält sie ein Pullover, mit hervorlugender Blouse, eine wollene Anzughose und ein bestickter Schal sie warm. Leicht bereut sie es dann doch, keine Handschuhe mitgenommen zu haben, doch da ist sie schon in seiner Straße und klingelt pünktlich fünf Minuten vor Terminbeginn an seiner Tür.


Als seine Hand auf Ihrer liegt, kommt ein kleiner brennender Schauder in ihr auf, der sich von ihren Fingern aus bis in ihre Schulter rollt ― Nathalie ignoriert ihn, sicherlich ist ihr Körper nach der Wärmflasche und der warmen Tasse einfach überrascht worden, von der relativen Kälte seiner Hand. Wenn sie nicht bar zahlen wollen oder können, müssen wir ihnen leider einen Mahnbescheid schicken, wir hatten ja angekündigt, dass nur Barzahlung möglich ist ― aber vielleicht lasse ich heute einmal meinen Ermessensspielraum hierfür groß.
Nathalie folgt seinem Körper, lehnt sich nun auch in die Couch und sieht ihn ebenfalls erwartungsvoll an. Also, sollen wir den Moment erst einmal still genießen, oder gleich aktiv mit der Entspannung anfangen?