Maximilian steht mit Nathalie vor dem Jugendclub. Hinter Ihnen Licht, Bewegung, Lärm. Vor ihnen, nichts. Nichts konkretes. Maximilian guckt @Brunning_at_BD20@lemmy.dorfrollenspiel.de fragend an. So.
Maximilian steht mit Nathalie vor dem Jugendclub. Hinter Ihnen Licht, Bewegung, Lärm. Vor ihnen, nichts. Nichts konkretes. Maximilian guckt @Brunning_at_BD20@lemmy.dorfrollenspiel.de fragend an. So.
Da das Wecken nicht auf die liebevollere Art funktionierte, probiert er es weiter. Ungeklärte Lage. Ohne Aktenzeichen. Nicht terminiert aber dringend. Dein Zuständigkeitsbereich. Bonn. Brüssel. Er grinst beim Aufzählen dieser Floskeln.
Nathalie scheint noch nicht in der Phase der Behörden-Albträume zu sein und schläft weiter.
Ich trage dich jetzt als Zuständig ein und gebe diesen Vorgang ohne Vorabstimmung nach oben flüstert er ihr leicht anhauchend ins Ohr.
Nathalie scheint wirklich wenig unterdrückte Ängste in ihrer Arbeit zu haben, den die einzige körperliche Reaktion darauf ist dass einer ihrer Nasenflügel beginnt zu pfeifen.
Wie friedlich und u besorgt sie schläft, denkt er sich. Er beobachtet sie eine lange Zeit, dabei entdeckt er einen Faden. Ganz dünn, rot.
Er zieht. Der Faden kommt und kommt und wird immer länger.
Kein Kleidungsstück von Nathalie, welches er sieht, hat diesen Farbton.
Nicht die Strumpfhose.
Nicht der Rock.
Nicht sein Pulli.
Nicht seine Jacke.
Interessant.
Dann bleibt der Faden plötzlich hängen. Definitiv an Nathalie. Er zieht ein bisschen fester und stellt fest das Nathalies Hüfte zu wackeln beginnt.
Maximilian findet es die ersten Male lustig, bis er merkt wovon der Faden sein könnte. Er lässt schlagartig los und tut so als würde er wieder schlafen.
Irgendwann wacht Nathalie fröstelnd auf. Sie sieht durch das Fenster, irgendwie sind sie bei Maxi vor der Tür gelandet, sie würde ja gerne denken der ganze Abend war nur eine Einbildung, aber da alles andere aus ihren Erinnerungen passt, sind sie wohl einfach irgendwo mitgenommen worden samt Auto. Sie dreht sich, Maxi liegt neben ihr, fein schnarchend.
Nathalie spürt seinen Schlüssel in ihrer Seite stechen und beschließt ihn mit warmen Tee wecken zu wollen. Als sie aus dem Auto klettert, bedacht Maxi nicht zu wecken, bemerkt sie, dass sie etwas hinter sich her zieht. Ihr Nierenwärmer, essentieller Teil jeder Teenager-Mädchen-Schuluniform, scheint wohl eine lockere Masche gehabt zu haben und hat sich während sie schlief aufgelöst zu haben. Nicht wirklich schmerzlich, hoffentlich war es nicht eine anbahnende Blasenentzündung, die sie aufgeweckt hat, aber selbst wenn, sie macht ja jetzt Tee.
/un Wie konntest du nur wissen, dass ich einen roten Nierenwärmer drunter an habe?
Maximilian ist tatsächlich nochmal für ein paar Minuten weggedöst. Als er die Augen wieder öffnet, ist Nathalie nicht mehr da.
Er braucht einen Moment, um klarzukommen, dann seufzt er und beschließt, reinzugehen.
Ohne groß nachzudenken öffnet er die Haustür.
Sie war nur angelehnt. Schulterzuckend zieht er sie hinter sich zu.
Im Schlafzimmer zieht er sich aus, lässt die Sachen einfach fallen und geht ins Bad mit offener Tür.
Spotify an, Dusche an, tanzen, schief singen und duschen.
/un Maximilian scheint ausgebildeter Textil-Psychologe zu sein. Er weiß was Menschen drunter tragen. Meistens liegt er falsch.
Spätestens als sie die Dusche hört, weis Nathalie, dass ihr ursprünglicher Plan nicht mehr um zu setzten ist. Stattdessen hat sie inzwischen begonnen Frühstück für sich zu machen, der dampfende Tee dabei stets neben ihr.
Nach der ausgiebigen Dusche, trocknet er sich mit einem Bettbezug ab, zieht sich eine gemütliche Jogginghose und einen Kapuzenhoodie an und lässt sich ins Bett fallen. Er schläft umgehend ein.