Maximilian wacht auf, viel zu früh.
Graues Morgenlicht, irgendwo draußen ein Auto, das viel zu laut klingt. Er liegt auf dem Rücken, nur im Schlüpper, die Decke halb runtergerutscht.
@Brunning_at_BD20@lemmy.dorfrollenspiel.de schläft noch, dicht an ihn gerückt, ihr Arm über seinen Bauch.
Er geht die Nacht durch, mehrmals.
Er hat getrunken, viel getrunken. Kein Filmriss, kein Ups.
Trotzdem zieht es im Magen.
Er löst sich aus Nathalies Arm und greift nach dem Handy.
Denkt lange nach. Löscht. Schreibt neu.
"Hey @Anni@lemmy.dorfrollenspiel.de. Ich schreibe dir das, weil ich ehrlich sein will.
Nach dem Dorffest bin ich nicht allein eingeschlafen. Es ist nichts passiert, was Grenzen überschreitet.
Mir war wichtig, dass du das von mir hörst und nicht von wem anderen."
Er legt sich wieder hin und starrt an die Decke. Mehr kann er gerade nicht richtig machen.


Ist alles in Ordnung? Du bist ganz schön lange im Bad. Er fühlt sich kurz unwohl. Weshalb denkt Nathalie das er weg ist und geht dann solange bei ihm duschen?
Wo dachtest du denn, das ich bin?
Nur weil letztes mal ― kannst du mir ein Handtuch bringen? Und am besten etwas zum anziehen, meine Sache müffeln.
Maximilian schnappt sich ein Bettbezug und öffnet selbstverständlich die Badezimmertür. Frag nicht, die Handtücher sind alle nass. Klamotten kannst du dir aus dem Schrank nehmen. Ich weiß nicht was du gerne hättest. Er hält seinen Blick in Nathalies Augen, hat sie jedoch komplett entblößt gesehen. Möchtest du einen Kaffee?
Nathalie versucht ihr Gesicht nicht zu verziehen, als wäre dass alles ganz normal. Irgendwann gibt sie es auf, mit einem Bettlaken ihre Haare zu trocknen und geht in dem jetzt nassen Bettbezug gehüllt zurück ins Schlafzimmer und sucht Maximilians Schrank nach etwas zum anziehen ab, dass nicht sofort auf der Straße verraten kann, das sie die Nacht vollgeschwitzt auswärts verbracht hat.
Maximilian steht immernoch in der Tür, fragend warum Nathalie zu dem Kaffee nichts gesagt hat und weshalb sie so locker mit ihrem Körper umgeht. Äh… Nathalie? Kaffee? Er zieht seinen Hoodie aus und wirft ihn ihr hin. Zieh dir erstmal etwas an.
Oh, ja Kaffee, gerne ― Ich finde schon was, behalte den doch an! Nathalie versucht wirklich nicht durchzudrehen, auch wenn es gerade mehrere Gründe dazu gibt. Und gerne auch was zu essen, wenn es geht.
Maximilian geht in der Küche, die Siebträger heizt auf. Er mahlt die Bohnen. Das Pulver in den Siebträger, ein kurzer Klopfer auf den kalten Marmor, dann tampen.
Erst Tropfen, dann ein sauberer Strahl. Cremig perfekt.
Die Tasse macht klack auf dem Marmor. Diesen Vorgang wiederholt er nochmal für Nathalie.
Er öffnet den Kühlschrank und holt die kalte Pizza vom Tag zuvor heraus.
Frühstück ist fertig.
Nathalie kommt im bilderbuchartigen Look in die Küche: Flanellhemd, in eine Jeans gestopft dass diese irgendwie noch auf der Hüfte hält und hochgekrempelte Beine damit man mit den Wollsocken nicht ausrutschen kann: Der Kaffee riecht gut, aber warum ist da eine Pizza?
Frühstück? Er guckt sie ernst an, rollt ein Stück Pizza zusammen und beißt beherzt rein. Sagmal, Nathalie. Ich fande den Abend wirklich schön. Er sucht nach den richtigen Worten, denn er hat sich betrunken, seine Gefühlswelt ins Chaos gestürzt und fand eigentlich nur die menschliche Nähe schön. Um das ganze klar zu benennen, wir sind beide alt genug um nicht um die Quintessenz herumzureden. Er guckt sie erwartungsvoll an. Was hälst du davon?