Die Landschaft gleitet durch das Fenster, Bäume, Berge, Flüsse, Seen und Städte. Regen, Sonne und Schnee, mit jedem Halt wechselt der Sitznachbar, die Sprache der Ansagen oder der dominierende Geruch nach schlechten Fahrtenproviant. Irgendwann wird der Tag zur Nacht und der Zug kleiner bis er auf der Strecke Richtung Hausen ist.
Der Zug fährt schon durch die letzte Kurve langsamer, Jaël streckt die Beine und packt die letzten Reste von Florentinern und die leere Thermosflasche in ihren zum Glück leerer gewordenen Rucksack. Als die Haltestelle in Sicht kommt, wickelt sie ihren Schal und stopft ihn in den Mantel, zieht schon den ersten Handschuh an und drückt mit der blanken Hand auf den Türöffner.
Draußen warten Maikki, die Kinder und die beiden Hunde, doch viel von ihnen sieht Jaël im ersten Moment nicht, zu sehr hat sie einen Kälteschock und ist bemüht nicht auf dem Bahnsteig beim Aussteigen aus zu rutschen. Als sie schließlich ihren Stand gefunden hat, ihre Mütze noch einmal tiefer zieht um auch den letzten Rest ihrer Ohren warm zu halten, bemerkt sie dass Willkommenskomitee erst.
Die Einzige die sich über ihre Ankunft sichtlich zu freuen zu scheint ist Taika, sie läuft ihr entgegen, beginnt zu schlittern und fängt sich dann doch wieder bevor sie ins Gleisbett fällt. Hechelnd bleibt sie vor Jaël stehen, immerhin darf sie sicherlich gleich wieder ins Warme. Au moins, il y en a une qui m’aime encore après une semaine d’absence, non ? Tu as vraiment grandi Taïga. Tu veux que je te montre ce que je t’ai apporté ? Ou seulement à la maison ?

