ERWACHSENE DREHEN DURCH! DAS HAT NIEMAND KOMMEN SEHEN (AUẞER ALLE)

Schnee, Fischstäbchen und der Moment, in dem Hausen kollektiv falsch abgebogen ist

Hausen hat heute bewiesen, dass man kein Alkoholproblem braucht, um komplett bescheuert zu handeln. Schnee reicht. Eine Fischstäbchenburg reicht. Ein einziger Mensch mit zu viel Motivation reicht. Onno stellt irgendwas auf den Marktplatz und plötzlich benehmen sich Leute, als hätte jemand die Dorfwürde persönlich beleidigt. Ab da war alles egal. Fakten egal. Vernunft egal. Überblick komplett abgemeldet.

Stacy sagt nichts, schaut streng und wird sofort zur Projektionsfläche für alles, was Führung sein könnte, wenn man keine Ahnung hat, was Führung eigentlich ist. Vanja sagt Frieden und Hausen hört Angriff, weil hier offenbar niemand gelernt hat, dass leise Worte manchmal einfach nur leise Worte sind. Patrick erklärt Regeln, sehr viele Regeln, so viele Regeln, dass sie am Ende nur noch als Hintergrundrauschen existieren, wie ein Kühlschrank, den man seit Jahren ignoriert.

Freddy steht irgendwo rum, guckt wichtig und wirkt wie jemand, der innerlich längst gekündigt hat, aber leider noch körperlich anwesend ist. Luis stellt Fragen, die man nicht stellt, wenn man möchte, dass ein Tag normal endet, und niemand greift ein, weil Eingreifen inzwischen auch schon zu anstrengend ist. Kalle ist da, natürlich ist Kalle da, immer dann, wenn Chaos entsteht, wie eine Naturkonstante mit Meinungsstärke.

Dorothea versucht Ordnung reinzubringen, was ungefähr so erfolgreich ist, wie mit einem Teelöffel eine Lawine aufzuhalten. Michi ist genervt, weil alles nervt, Niko schaut DVD, weil er offensichtlich verstanden hat, wie man gewinnt, ohne mitzuspielen. Marianne macht Essen, weil irgendwer in diesem Dorf noch Basisfunktionen beherrscht.

Anni leidet wir alle an einen kollektiven Realitätsverlust, sagt aber nichts, weil es eh keiner hören will. Von Maximilian mal wieder keine Spur. Führt er ein Doppelleben? Der Osten fühlt sich betrogen, der Westen fühlt sich überlegen, und beide Seiten haben keine Ahnung, warum eigentlich.

Hausen lässt sich gerade von einem neunjährigen Dachkletterer erklären, wie Frieden funktioniert, während Erwachsene nervös hyperventilieren, und ehrlich gesagt wirkt der Vorschlag Waffelstand oder gepissplattet wie der bisher durchdachteste Plan dieses ganzen Schneekriegs.

Am Ende liegt der Frieden im Schnee, wird ignoriert und später dafür verantwortlich gemacht, dass alles so schlimm geworden ist. Beweise gibt es keine, Erinnerungen werden live angepasst, und alle sind sich sicher: Sie selbst haben alles richtig gemacht.

Hausen braucht keinen Feind.
Hausen reicht völlig.

Morgen wird alles besser.
Oder schlimmer.
Oder gleich.

BERTI BRENNPUNKT
hat nichts gelernt, aber alles aufgeschrieben.

  • Luis, 9, Chaoskind 🟢MA
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    2
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    1 month ago

    Bre ne, du hast voll meine Freunde genervt und gebeleidigt und Pipi gefilmt und geeinbrechert hää alter