Hausen ist nicht mehr im Ausnahmezustand.
Hausen ist im Dauerzustand.
Der Schnee liegt noch immer, doch die Fronten haben sich verschoben.
Nicht geografisch sondern emotional.
Der Krieg ist nicht vorbei.
Er ist kompliziert geworden.
DIE NEUE WAFFE: ABSURDITÄT.
Was als organisierter Schneekrieg begann, kippt heute in etwas anderes.
Nicht weniger gefährlich.
Nur schwerer erklärbar.
Es wird nicht mehr nur geworfen.
Es wird geredet, gerufen, beschuldigt, widerrufen.
Schneebälle treffen Arme. Helme. Rücken.
Manche treffen Entscheidungen.
Zwischenrufe wie NICHT UNSER TEAM stehen gleichberechtigt neben Entschuldigung.
Der Feind ist nicht mehr klar erkennbar.
Teilweise steht er direkt neben einem und friert.
Freddy Schorch hält die Linie.
Verbissen. Zielorientiert.
Mit Schnee in den Händen und Verantwortung im Blick.
Er kämpft nicht aus Spaß.
Er kämpft, weil jemand kämpfen muss.
Stacy McKäsi bleibt Generali.
Doch sie wird zur Koordinatorin eines Chaos, das sich nicht mehr befehligen lässt.
Zwischen Angriffsbefehlen tauchen Fürsorge, Kakao und moralische Abgrenzung auf.
Sie ruft zum Weitermachen auf und verteilt gleichzeitig Wärme.
Das ist kein Widerspruch.
Das ist Führung unter Schnee.
Luis, wird endgültig zur Schlüsselfigur.
Nicht wegen seiner Würfe.
Sondern wegen seiner Reaktionen.
Er ruft, mahnt, widerspricht, entschuldigt sich, fordert Fairness und wird trotzdem weiter in Deckung gezogen, während um ihn herum Eskalation passiert.
Anni Nymchen steht plötzlich nicht mehr mitten im Krieg, sondern vor einer klaren Abgrenzung.
Nicht Team gegen Team.
Sondern Nähe gegen Abstand.
Der Schnee fällt.
Gespräche werden abgebrochen. Dann wieder aufgenommen.
Ein Schneeball trifft.
Dann Stille.
Dann eine Reaktion, die unmissverständlich ist.
Anni bleibt im Modus.
Sie bleibt im Spiel.
Sie bleibt nicht bei ihm stehen.
Kein Zögern.
Kein später.
Kein Raum für Deutung.
Was für andere ein Moment wäre, ist für sie keiner.
Maximilian ist in diesem Augenblick kein Kämpfer mehr.
Er ist offen.
Und Offenheit ist im Schneekrieg keine Währung.
Er sagt, was er fühlt und bekommt darauf keine Antwort, sondern Handlung.
Schneebälle fliegen weiter.
Nicht gezielt grausam.
Aber eindeutig gleichgültig.
Der Krieg nimmt seine Gefühle nicht auf.
Und Anni auch nicht.
Ein Pferd betritt das Geschehen.
Niemand hat damit gerechnet.
Niemand hatte dafür Regeln.
Schneebälle fliegen weiter.
Kinder rufen.
Erwachsene rufen lauter.
Sozialarbeit versucht zu strukturieren,
während der Krieg längst unstrukturiert ist.
Ein Lazarett wird ausgerufen.
Eine Kakaoausgabe etabliert.
Beides wird akzeptiert.
Beides ignoriert.
BERTI BRENNPUNKT
Sonderkorrespondent zwischen Kirchturm, Kakao und kollektivem Kontrollverlust
Bistn Wixxer, Berti. Anni vergräbt den Kopf unter ihrem Kopfkissen.
Stacy hat gesahaaaagt… Anpinkeln 🙂↕️
Du bist ein Arsch!



