Stacy hat lange gegrübelt, sie lag die ganze Nacht wach und hat Pläne geschmiedet, nur mit einem Ziel: die Menschen davon zu überzeugen, für sie in den Krieg zu ziehen.
Der Anführer Freddy braucht das nicht. Er hat ganze Reihen treuer Krieger hinter sich - Leute, die ohne Überzeugung für ihn kämpfen würden. Doch Stacy weiß: Bei ihr wird das anders laufen. Sie muss überzeugen. Und sie muss gewinnen.
Immer wieder geht sie die Möglichkeiten durch. Strategien. Risiken. Opfer. Ein paar haben sich bereits auf ihre Seite gestellt - eigentlich nur Luis und die Heilamme. Kaum der Beginn einer Armee. Und doch fasst Stacy einen Entschluss, der zugleich wahnsinnig und glasklar wirkt: Mit diesen wenigen wird sie den westlichen Teil von Hausen einnehmen. Dort liegt alles, was in Kriegszeiten zählt: der Waldsee, das Dorfcafé, die Kellerkneipe.
Und tief in ihr wächst die Überzeugung: Wenn Luis auf ihrer Seite kämpft, wird sie zumindest das Café und die Kellerkneipe sicher haben. Welche Eltern würden sich ernsthaft gegen das Team stellen, in dem ihr eigener Sohn kämpft?
Stacy beginnt Plakate aufzuhängen. Überall. An Türen. An Bäumen. An Zäunen, über die Plakate von Freddy.

Und sobald sich die ersten Krieger melden, sobald die ersten Namen auf ihrer Liste stehen, wird sie anfangen, ihr Territorium zu verteidigen. Mit allem, was sie hat. Mit allem, was sie will.
Und dann gilt nur noch eine einzige Regel: Niemand aus Team Freddy überschreitet die Grenze. Auch wenn sie noch unsichtbar ist. Noch.


NIEMALS!
Charly ist sich unsicher, ob sie auf Stacys Seite stehen soll, weil sie echt cool ist oder auf Freddys, weil das die Seite ist, die Michi gewählt hat.
DICH WILL ICH AUCH GAR NICHT