Charlotte steht im Hauptahnhof in der Neustädter Innenstadt. Sie muss den Anschlusszug,entschuldigung,die U-Bahn nach Westend bekommen,damit sie ihren lausigen Vater besuchen kann. Sie wollte ihn nochmal sehen,eher aus Neugier,was aus ihm geworden ist,seit sie ihn das letzte Mal vor zweieinhalb Jahren gesehn hat. Irgendwie hält sich ihre Vorfreude aber in Grenzen. Sie schämt sich,einen Vater zu haben,der so eine Vollkatastrophe ist. Vielleicht hat er sich ja ein bisschen geändert. Charlotte seuftzt einmal. So wirklich will sie selbst nicht dran glauben,aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Auf dem Weg zum Gleis kann sie dabei zuschauen,wie ein Obdachloser von der Polizei aus dem Bahnhof getragen wird,der währendessen rumschreit,als würde man ihn zum Galgen führen. Charlotte geht etwas irritiert weiter. Das der Penner hier den halben Bahnhof zusammenschreien muss,geht ihr schon auf die nerven,aber die können halt nicht anders. Genervt bahnt sie sich den Weg vorbei an den überteuerten Essenständen und geht Richtung U-Bahn. Unten angekommen findet sie nervtötene Blagen von irgendsoner Migranten Mutter vor,die allen mit ihrem Geschrei und ihren Venen voller Zucker hart auf die Nerven gehen. Die meisten anderen Gäste verhalten sich ruhig,aber Cahrlotte meidet extra alle anderen Passagiere,sie will nicht,dass nachher noch eines der Kinder ihre Handtasche mit seinen Popelhänden berührt. Plötzlich kommen ein paar Jugendliche runter zum U-bahn Gleis,alle in diesen hässlichen Markenklamotten und alle wieder am gröhlen. Das wird eine lange Fahrt,denkt Charlotte und nimmt schonmal extra großen Abstand von den Asozialen Ausländer-Kindern in ihrem Alter. Sie will nicht,dass diese sie nachher noch belästigen oder sowas.
Hoffentlich bin ich die gleich los. Und hoffentlich hat Dad nicht wieder zu viel getrunken und ich muss den ins Bett tragen.


Tschulligung ham Sie vielleicht bisschen Kleingeld für nen Schlafplatz?
Schaut die junge Frau angewiedert an und hofft,dass sie sie nicht berührt hat. Wie konnte es nur passieren,das unser schönes Land so verkommt,dass eine so junge Frau jetzt schon betteln gehen muss? Charlotte hat ein wenig Mitleid mit ihr und Frauen müssen schließlich aufeinader acht geben.
Na gut,komm Charlotte kramt vorsichtig ihr Portmonnaie hervor und behält dabei Ana gut im Auge. Sie will nicht,dass die Pennerfrau gleich noch danach schnappt und mit ihrem Geld wegrennt. Hier,ist für sie. Mit einem Lächeln drückt sie ihr eine 2 Euro Münze in die Hand und geht weiter,nicht aber ohne ihre Hand,mit der sie gerade die Obdachlose berührt hat,an ihrer Hose abzuwischen.
Danke 🖤
Lächelt sie an Keine Ursache