Nach ein paar langen,anstrengenden Tagen in denen die Gruppe unter großen Mühen ein Lager errichtet,die Wasser und Nahrungsversorgung sichergestellt und genug Feuerholz gesammelt hat,bleibt nun glücklicherweise einmal etwas Zeit zum entspannen. Während einige beim Lager bleiben und sich einfach ausruhen,streifen andere umher und gehen ihren Aufgaben nach. Und wenn etwas Zeit bleibt,finden auch sie Zeit sich zu entspannen.
Patrick stapft durch den kalten Schnee am Nordkap,den Blick über das Gelände wandernd,immer wachsam,immer vorsichtig. Er ist froh,dass bisher alles ohne große Problem verlaufen ist,auch wenn die letzten Tage echt stressig waren für die Gruppe und weitere anstrengende Tage folgen werden. Die Gruppe hatte die letzten Tage einfach nur Glück gehabt,dass sie genug von allem gefunden haben,dass sie sich heute mal eine vernünftige Auszeit gönnen können. Er zieht sich das Schneetuch aus dem Gesicht,aber nur kurz,damit er etwas trinken kann. Danach muss er sie wieder übers Gesicht ziehen und auch mal die Sonnenbrile putzen. Auch das musste er den neuen Campern erstmal zeigen,da diese noch nicht wussten,dass der Schnee das Sonnenlicht reflektiert und einen blenden kann. Er kann einem sogar Sonnenbrand geben,was der Vater von Leo(wenn das für dich in Ordnung ist) auf die harte Tour erfahren musste. Er muss etwas grinsen bei dem Gedanken,war es doch ungewollt irgendwie lustig,plötzlich jemandem im tiefsten Norden eine Tube After Sun in die Hand zu drücken.
Er stapft weiter durch den Schnee,überprüft die Fallen,die die beiden Kinder anfangs nicht sehen wollten,da sie Mitleid mit den Tieren hatten,die ihnen zum Opfer gefallen waren. Leider ist Tierwohl ein Luxus,den sie sich hier nicht leisten können,es sei denn sie wollen schwer hungern. Aber heute sind die Fallen leer,nichtmal ein Hase ist ihnen in die Fall gelaufen.
Patrick überprüft die letzte Falle,als er plötzlich ein Hasen entdeckt,der unweit vor ihm durch den Schnee hoppelt. Er nähert sich bedächtig,zieht seine Luftpistole und richtet sie auf den Hasen. Dieser hat aber glücklicherweise seinen Jäger früh genug bemerkt und ergreift haken schlange die Flucht.
/um Mein Internet spinnt gerade etwas,oder die Webseite,ich lade das jetzt so hoch und bearbeite das gleich einfach


Ist minimal genervt,weil sie das Thema jetzt schon ein paar Mal hatten,aber er erklärt es Leo trotzdem noch verständnisvoll. Schließlich ist er erst 9 und zu sehen wie niedliche Tiere tot in einer Falle hängen ist kein schöner Anblick.
Gucke ma,jung. Dat arme Tier is leider dem Kreislauf der Natur zum Opfer jefallen. Und wenn et nisch inne Falle jelaufen wär,dann et der Fuchs jehohlt,dat wär auch nit schön. Jetz kann uns dat arme Tier zumindest noch de Bäuche fülln. Lass et nisch umsonst jewesen sein und iss den Eintopf.
Irgendwie weiß Patrick einfach nicht,wie er das Kindgerecht erklären soll. Vielleicht kann man das gar nicht so richtig. Er wünscht sich seine Tochter wäre hier,die hat das irgendwie recht schnell verstanden,als sie das erste Mal fallen gelegt haben. Ihr schien der Anblick wenig getroffen zu haben,zumindest ließ sie sich nichts anmerken. Lotti half ihm ja sogar beim ausnehmen. Schade dass sie nicht hier ist. Eigentlich hat sie ja immer Spaß daran gehabt,zumindest als sie kleiner war,aber diese Zeiten sind wohl vorbei.
Mit einem bedrückten Gesichtsausdruck,der nun dem von Luis ähnelt,isst Patrick jetzt von seinem Eintopf. Ihm tut der Junge leid,dass er ihm wahrscheinlich einen Teil seiner kindlichen Naivität und Unbeschwertheit entrissen hat. Aber leider kann man einen Hasen nicht heimlich ausnehmen. Ein wenig bereut er es,die beiden Jungs mitgenommen zu haben. Hoffentlich hat er ihnen die Freude an der Natur nicht zerstört. Bedrückt senkt Patrick seinen Löffel und schaut Luis an.
Jong,et tut mir Leid,datte sowat sehn muss. Schön is dat nisch,keine Frare,besonders nit vür de Hasen. Mir wär et auch lieber mer müsse kinne Hasen fangen und Fischen,aba andererseits findet man nisch jenuch Pilze im Wald,um davon satt zu werden. Et is schade umme Hasen und isch hoff du bis mir nisch bös,datte sowat erleven moss.
schnief meinstu ich wär auch so lecker wie der?
Pfff,Jong,disch isst keiner,mach dir ma kinne Soren. Um uns zu Essen da muss schon escht wat passieren,sowat machen de Tiere nisch.
Patrick verschweigt,dass Tiere ja schon manchmal Menschen essen, oder sie halt angreifen und töten,wenn sie sich bedroht fühlen. Aber er will diesmal wieder nicht so ehrlich sein und ihm sagen,dass viele Tiere ihm sehr wohl was tun könnten. Und was soll man bitte auf seine Frage antworten. Irgendwie sind Teenage da einfach etwas unkomplizierter.
Du,mer könn nur hoffe,dat mer alle janz schlimm vür de Tiere schmecken. Datte an uns rieschen und saren: Näh,da Patrick dat issn Stinker,da riecht wie de Socken vonner Heidi,in den beiß isch nit rein. Isst nochmal was von seinem Eintopf. Aba de meisten Tiere lassen uns eh in Ruh,also mach dir da ma keine Jedanken.
Ich glaub der Fuchs dacht so “oaah Luis riecht nach Gummibärchen vielleicht krieg ich auch welche” 😂
Sowat inner Art tatsäschlisch. De Tiere ham sich früher jedacht: Hömma,bei de komischen Affen jibt et Futter,da isset warm und der knuddelt disch oder schaut nach dir. He,jehn wa am Wochenende ma dahin,da krischste ne Wurdt vür umsonst. Und so sind de Hunde entstanden.
Patrick isst noch einen Löffel Eintopf und freut sich,dass seine Erklärungen anscheinend bei Luis funktionieren. Lotti hätte wieder die augen verdreht und ihn albern oder dumm genannt.
Wischtisch is nur,datte Tiere uns nix wechnehmen,deshalb müssen wa mitter Kiste immer jut oppasse. Nachher jehn da sons noch Tiere an unser Essen also muss die oben auffn Baum. Und hoch jenug,dat en Bär dat Teil nisch inne Pfoten krischt.